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Genial integrieren die finnischen Entwickler die Bassreflexkanäle über die Seitenwände bis in die Füße der Box und optimierten die Geometrie der Ein- und Auslassöffnungen zur Vermeidung von Strömungsgeräuschen. (Bild: Genelec)

Die Entwicklung der beiden Gehäuseteile gestaltete sich erstaunlich komplex, denn die zwei Formteile müssen die Aufgaben und Anforderungen gleich mehrerer Bauteile erfüllen. Das beginnt mit der äußeren Form, die allerdings dank Spitzgusstechnik das  geringste Problem darstellt. Ähnlich der G Four besitzt die M040 keinerlei Ecken oder Kanten, an denen sich der Schall brechen könnte, so dass sich keine sekundären, störenden Schallquellen bilden. Die Verstrebungen zur mechanischen Beruhigung der Außenwände konnten nur in Gussrichtung erfolgen, ein Wabenmuster kam beispielsweise nicht in Frage. Im gleichen Arbeitsgang sollte zudem die Bassreflexöffnung entstehen, die bei anderen Genelec-Modellen aus einem gefalteten Rohr besteht. In der M040 bilden nun zwei im gleichen Spritzgussvorgang integrierte und strömungsoptimierte Tunnel die Reflexöffnungen, die in den Füßen unter dem Korpus enden. Auch die Verschraubungen der Lautsprecherchassis sind von hinten eingegossen, damit sie von außen weder optisch noch akustisch stören können. Keine Gehäusewand liegt parallel zur anderen, was durch die Rundungen und die leicht konische Formgebung erreicht wird. Dies soll zum einen Reflexionen und Resonanzen mindern und zum anderen die mechanische Stabilität erhöhen.

Höchste Effizienz

Das zweite Gehäuseteil, die Rückwand, nimmt die Elektronik und das Anschlussfeld auf und bietet im Servicefall Zugang zum Boxeninneren. Auch wenn das Anschlussfeld bisherigen Konstruktionen zu gleichen scheint, ist es doch eine vollständige Neukonstruktion. Dient der Korpus bei den Genelec-Alu-Gehäusen als Kühlkörper für die klassisch analogen Class-A/B-Verstärker, stellt das Gehäuse der M040 eher einen thermischen Isolator dar – es könnte die Wärme weder aufnehmen noch abführen. Kühlrippen aber galt es zu vermeiden. Die Lösung stellt eine von Genelec neu entwickelte Class-D-Endstufenschaltung mit über 90 Prozent Wirkungsgrad dar. Die setzt nahezu alle elektrische Energie in ihr Ausgangssignal um und nicht in Wärme. Das spart die Kühlung und senkt proportional den Stromverbrauch. Zur weiteren Senkung des Energiebedarfs integrierten die Entwickler wie schon bei der G Four eine »Intelligent Signal Sensing« genannte Stand-by-Schaltung, welche die Endstufen nach einigen Minuten ohne Musikwiedergabe abschaltet und in dieser Ruhephase weniger als 0,5 Watt verbraucht. Sobald wieder ein Musiksignal ankommt, wacht die M040 in Sekundenbruchteilen auf und spielt.

Natürlich lässt sich auch die »Ökobox« an den Raum anpassen. Sie ist mit allen gängigen Ortsfiltern für die Kompensation einer wandnahen Positionierung oder gar der Aufstellung in einer Ecke ausgestattet und verfügt auch über eine Entzerrung für Reflexionen, die bei einer typischen Platzierung auf einem Tisch entstehen. Auch die Eingangsempfindlichkeit lässt sich in drei Schritten weiträumig anpassen. All das kontrollieren klassische Kippschalter. Daneben findet sich noch ein richtiger Netz-Hauptschalter. Bei der Wahl der korrekten Schalterstellungen helfen die eindeutigen Grafiken, die auf dem Anschlussfeld aufgedruckt sind.

Dank der integrierten, intelligenten Elektronik bietet die Genelec M040 auch bei unterschiedlichen Aufstellarten exzellente Klangqualität.
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