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Während die G Four rein analog werkelt, findet das gesamte Signalmanagement der 8260A auf digitaler Ebene statt. Korrespondierend bietet sie neben dem analogen XLR-Eingang auch digitale AES/EBU-Ein- und Ausgänge. Digitale Ausgänge deshalb, weil typischerweise in einem Digitalkabel – ebenso wie in digitalen Cinch- und TosLink-Kabeln – zwei Kanäle transportiert werden. So liefert man der ersten Box beide Kanäle an und reicht diese an die nächste weiter. Man muss für den jeweiligen Lautsprecher nur definieren, welchen Kanal er verarbeiten soll. Ebenfalls vorhanden sind RJ45-Buchsen für Netzwerkkabel zur Steuerung der Lautsprecher in einem zentralen Verbund.

Die perfekte Adaption

Wenn man die 8260A einfach wie analoge Lautsprecher verwenden möchte, kann man das natürlich tun. Dazu muss nur der passende DIP-Schalter des zweimanualigen »Mäuseklaviers« auf manuelle Kontrolle gesetzt werden, dann wirken die restlichen Minischalter zur Konfiguration der Ortsfilter sowie der analoge Empfindlichkeitsregler und zwei Schalter zur Pegelanpassung. Bei digitaler Signallieferung lässt sich der passende Kanal anwählen. Analoge Signale werden direkt hinter dem Eingang mit feinster 24Bit Auflösung bei 192 Kilohertz Abtastrate in die digitale Welt überführt. Nun muss man nur noch die Musik starten und genießen. Doch wer das so macht, der verschenkt einen Großteil des Potentials dieses Lautsprechers.

Bei der 8260A kommt das digitale Signalmanagement mit flottem DSP – Digital Signal Processing – zum Einsatz, und dazu braucht es das GLM-Kit 8200-601C (699 Euro). Der Genelec Loudspeaker Manager, wie GLM ausgeschrieben heißt, dient via Windows oder Mac-Rechner der Konfiguration, der Kalibrierung auf den Raum und zur Kontrolle aller digitalen Lautsprecher von Genelec, die in ihrem Namen eine »2« an der zweiten Stelle tragen. Das gilt auch für die dazu gehörenden Subwoofer, die dann auch das Bassmanagement für alle Lautsprecher bis zu 7.1 Kanälen übernehmen. Das GLM beinhaltet die obligatorische Installations-CD mit der Software, ein geeichtes Messmikrofon und eine Blackbox namens GLM Network Interface mit der kompletten Elektronik inklusive Mikrofonvorverstärker mit A/D-Wandler und den Netzwerkschnittstellen zu den Lautsprechern. Alle nötigen Kabel liegen ebenfalls bei. Die Blackbox kommuniziert per USB mit dem Laptop und versorgt sich über diese Schnittstelle auch mit ausreichend Strom.

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