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Absolut famos ist der Einsatz eines Pärchens Epicon 6 als Surround-Lautsprecher.

Ein schnödes Kino mit solch edlen Lautsprechern? Manch High-Ender mag das denken, doch den dänischen Hersteller Dali ficht das nicht an. Im Gegenteil, feierte doch die feine Epicon-Serie ihre »Vor-Premiere« 2012 auf der Heimkino-betonten ISE-Messe (Integrated Systems Europe) in Amsterdam, bevor sie offiziell auf der High End in München feierlich enthüllt wurde. Dort zeigte Dali neben den großen Standlautsprecher-Modellen 6 und 8 auch erstmals die zur Epicon-Serie gehörenden Center Vokal und Subwoofer SUB P-10 DSS. Nun lud sich die i-fidelity.net-Redaktion die exklusive Kombi zum Test in den hauseigenen Hörraum, und zwar – wenn schon, denn schon – in einer wirklich hochkarätigen Zusammenstellung mit zwei Epicon 8 als Hauptlautsprecher, dem Center Vokal und zwei Epicon 6 als Surrounds. Für den Frequenzkeller und einen Schuss Extra-Dynamik ergänzten gleich zwei SUB P-10 DSS Subwoofer das Experimentierfeld. Alles zusammen summiert sich das Set laut Preisliste auf 31.393 Euro. Aber man gönnt sich ja sonst nichts…


Ein kleiner Exkurs zum Thema Mehrkanalwiedergabe: Es gibt immer noch viele Vorurteile gepaart mit einem seltsamen Halbwissen, wenn es um das Thema Surround-Wiedergabe geht. Leider resultieren die meisten Irrtümer aus den oft nur halbherzig aufgebauten und selten korrekt justierten Anlagen auf Messen und bei Händlern. Surround heißt für viele nur große Action und lautes Getöse aus allen Ecken. Das ist aber lediglich ein winziger Teil der Wahrheit. Wer einmal eine gute mehrkanalige Konzertaufnahme von Blu-ray auf einer guten Surround-Anlage gehört hat, egal ob Klassik, Jazz oder Pop, dem fehlt danach ganz eindeutig etwas, wenn er die gleiche Aufnahme wieder in Stereo hört: die Atmosphäre und das schlichte Gefühl, wirklich dabei zu sein.

Ähnliches gilt für die Filmwiedergabe, und das nicht nur bei Action-Geballer. Auch hier vergisst man das Drumherum nur, wenn die Anlage stimmig klingt – erst dann vermittelt ein gutes Heimkino die Spannung und Atmosphäre, die man aus guten Kinos kennt, selbst bei akustisch scheinbar unauffälligen Soundtracks: Das Gefühl, in einem Pariser Straßencafé zu sitzen oder die zarte Brise und die Insekten auf einer Sommerwiese lassen sich kaum anders so unmittelbar erleben. Zudem ist Musik ein Hauptbestandteil eines jeden Films, und nur wenn die gut klingt, transportiert sie die beabsichtigte Emotion. Wenn die Anlage drüber hinaus auch noch die grobdynamischen Anforderungen für Action erfüllt, umso besser. Das aber steht eigentlich recht weit hinten auf der Anforderungsliste.

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