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Die Burmester B18 ist eine elegante Erscheinung.

Beginnen möchte ich diesen i-fidelity.net-Testbericht mit einem seltsamen Gedankengang: Nachdem ich die Burmester B18 aus ihrer Verpackung befreit habe, muss ich unwillkürlich an diese oftmals in Zeitschriften zu findenden Fehlersuchbilder denken. Sie kennen das: Da werden zwei scheinbar identische Fotografien nebeneinander abgebildet, die sich aber doch in etlichen Kleinigkeiten unterscheiden. Aufgabe des Betrachters ist es dann, diese Unterschiede aufzudecken. Wie ich auf diese Assoziation komme? Es ist die handwerkliche Perfektion der B18, die meine ersten Gedanken in diese Richtung lenkt – da ist nicht der kleinste Makel zu entdecken. Würde man einen anderen Lautsprecher daneben stellen, kämen die Unterschiede im Detail deutlich zum Vorschein. Normalerweise kniet ja niemand vor einem Testobjekt nieder, um mit der Fingerkuppe des Zeigefingers den Sockel entlangzufahren. Doch die B18 fordert diese physische Überprüfung geradezu heraus, weil sie wirklich hervorragend verarbeitet ist und damit sofort die Bestätigung liefert, dass sie aus gutem Hause kommt. Auch die harmonischen Abmessungen dieses schlanken Standlautsprechers schmeicheln dem Auge des Betrachters.

Für die B18 stehen fünf Gehäuse/Frontplatten-Variationen zur Wahl. Neben den Topsellern Weiß und Schwarz stehen Makassar sowie Nussbaum in einer hellen und einer dunklen Variante zur Verfügung. Die Aluminium-Frontplatte, welche das obere Drittel des Gehäuses bedeckt, gibt es passend zum gewählten Korpus in Schwarz oder Silber. Trotz ihrer grazilen Erscheinung bringt die schöne Berlinerin beachtliche 35 Kilogramm auf die Waage. Wenn sich jemand soviel Mühe mit der Optik gibt und viel Geld ins Material investiert, hat der dann wirklich noch Budget für die Technik?

Die B18 ist eine Zweieinhalbwege-Bassreflexkonstruktion. Oberhalb von 2.300 Hertz sorgt ein mit Metallmembran bestückter Ringstrahler für die Übertragung. Er wird nach den Vorgaben des Konstrukteurs Martin Lorenz exklusiv für Burmester gefertigt. Darunter arbeitet ein 17-Zentimeter-Chassis, dessen Membran aus einem Glasfasergemisch besteht. Unterstützt wird das Duo durch ein weiteres, in einer eigenen Gehäusekammer werkelndes Chassis, das bei gleichem Durchmesser bereits bei 400 Hertz ausgeblendet wird. Die B18 ist also, konstruktiv betrachtet, ein der kompakten B10 ähnlicher Lautsprecher, der hier jedoch Unterstützung im Bass erfährt. Höchste Präzision bei der Wiedergabe lässt sich nur dann erreichen, wenn die Frequenzweiche frei von Mikrophonieeffekten arbeiten darf. Aus diesem Grund hat ihr das Berliner Entwicklerteam einen eigenen, abgetrennten Raum zugestanden.

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