• Audionet DNP
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  • Testergebnis Audionet DNP

An dieser Stelle kommen wir zu den Fähigkeiten, die der DNP so mit sich bringt, und die füllen eine lange Liste. Einiges erklärt sich aber schon bei der Betrachtung des rückwärtigen Anschlussfelds. Das beginnt links mit dem Kaltgeräteanschluss mit ordentlichem Netzschalter. Gleich darüber befindet sich eine massive Messing-Schraubklemme für eine zusätzliche Erdung. Ein passender Schuko-Blindstecker mit extra-dickem Masseleiter liegt serienmäßig bei. Die zusätzliche Erdung bringt, abhängig vom verwendeten Netzanschluss, zusätzliche Ruhe ins Klangbild. Dann folgt eine Buchse für ein externes Netzteil. Weiter gibt es Anschlüsse für kabelgebundene Steuerbefehle per Audionet-Link, Triggersignal oder RS-232. Der nächste Block nimmt Daten aller Art entgegen, entweder vom LAN-Kabel oder der WLAN-Antenne (serienmäßig beiliegend), per USB-Anschluss mit iPod-Schnittstelle und per USB-2.0-Audio-Anschluss für Audiophiles bis 192 Kilohertz direkt vom Computer.

Grenzenlose Vielfalt

Weiter geht es mit einem Antennenanschluss für UKW und immerhin neun Digital-Audio-Eingängen mit einer AES/EBU-Buchse und zu gleichen Teilen Cinch- und TosLink-Buchsen. Der letzte Anschlussblock ist komplett analogen Ein- und Ausgängen gewidmet, es gibt je ein Stereo-Paar symmetrisch. Installiert man das optionale Phonomodul (450 Euro, per Jumper MM/MC konfigurierbar), mutiert der Line-In-5-Eingang zum Phono-Anschluss, für den es auch eine eigene Masseklemme gibt. Gleich darunter befindet sich der große Klinken-Kopfhöreranschluss. Dieser ist im Menü getrennt schalt- und regelbar. Mit dem XLR-Pärchen gibt es insgesamt drei Stereo-Vorverstärkerausgänge, die sich auch parallel betreiben lassen, um zum Beispiel Bi-Amping professionell verkabeln zu können.

Das letzte Paar Ausgangsbuchsen treibt entweder eine zweite Hörzone oder dient der professionellen Ansteuerung von einem oder zwei Subwoofern. Hierfür besitzt der DNP ein komplettes Bassmanagement mitsamt aktiver Weiche, Raumentzerrung, Pegel- und Laufzeitanpassung. Übrigens kann man einen wählbaren Eingang »auf Durchzug« stellen, dann ist der DNP quasi nur noch ein Stück Draht. Damit lässt er sich sogar als High-End-Stereo-Quelle in eine Surround-Anlage einbinden. Bei dieser Fülle an Schnittstellen sollte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Kleiner Exkurs zum Thema Strom: Es macht Sinn, die gesamte HiFi-Anlage von einer Steckdose aus zu verteilen, schon damit alle Komponenten auf demselben Masse-Potential liegen. Viele Steckdosenleisten bieten jedoch leider viel zu wenige Verbindungen. i-fidelity.net löst das Problem im Testkino mit der Oehlbach Powersocket 905, die immerhin acht gedrehte Schuko-Dosen bietet und dann noch zwei USB-Stromanschlüsse beinhaltet, um etwa das iPad und das Smartphone zu laden. So viele Dosen braucht kein Mensch, denken Sie? Schauen wir mal: Der DNP benötigte bis zu drei Stück – für Stromversorgung, Extra-Masse-Anschluss und Ladegerät für die Fernbedienung–, dazu kamen zwei Aktiv-Lautsprecher und ein -Subwoofer, ein Blu-ray Player und ein Fernseher. Schon waren alle acht Dosen besetzt. Und dabei sind weder ein Kabel- oder Sat-Receiver noch der Server oder der Router eingesteckt. Ein Minimum von acht Steckdosen für die Anlage ist also wirklich sinnvoll und hilft zum Beispiel, Brummschleifen zu minimieren.

Denn sie wissen, was sie tun: Seine vielfältigen Funktionen bedingen die hohe Komplexität des Audionet DNP. Insbesondere die stabile Stromversorgung der einzelnen Baugruppen ist perfekt realisiert. Dass der betriebene Aufwand gerechtfertigt ist, zeigen die sensationellen Messwerte des DNP im i-fidelity.net-Testlabor.
Experten ins Gespräch vertieft: Audionet-Entwicklungsingenieur Volker Wischniowski (links im Bild) und i-fidelity.net-Testredakteur Raphael Vogt diskutierten sehr ausführlich viele der durchdachten Detaillösungen des DNP.
Die Signalwege im Audionet DNP sind äußerst kurz gehalten. Deshalb sitzen die hochwertigen, zum Teil nur für Audionet gefertigten Bauteile an einigen Stellen in vier Stockwerken übereinander.
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