• Audionet DNP
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  • Laborbericht Audionet DNP
  • Testergebnis Audionet DNP

Digital Network Preamplifier, kurz DNP, nennt die feine High-End-Elektronik-Manufaktur Audionet aus Bochum ihren jüngsten Spross. Und der wirkt konzeptionell zukunftsweisend, und zwar möglicherweise nicht nur für Audionet. Die Gerätegattung Verstärker-mit-D/A-Wandler-und-Streamer gibt es nun schon seit geraumer Zeit und sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Sie bietet ja auch unübersehbare Vorteile auf der technischen Seite und ermöglicht andererseits eine einfachere Bedienung als ein Stapel getrennter Komponenten. Meist bauen die Hersteller dazu die digitalen Bauteile als Modul in einen fernbedienbaren Verstärker ein. Tja, so einfach machen es sich die Bochumer nicht, und das ist gut so.

Schaut man durch die Lüftungsschlitze der robusten Haube oder traut sich, wie die Tester, das massive Stück loszuschrauben, um in das Labyrinth der Schaltungen einzutauchen, dann staunt selbst der Kenner nicht schlecht, mit welch unfassbarem Aufwand dieses Manufaktur-Meisterstück gefertigt ist. Wenige große Platinen mit dem dominierenden und imposanten Netzteil sind mit Dutzenden kleiner und kleinster Tochterplatinen und -platinchen bestückt. Und wenn man wie die Tester einmal die seltene Ehre hatte, mit Chefentwickler Volker Wischniowski direkt an seinem Arbeitsplatz in der Entwicklungsabteilung sprechen zu dürfen, der weiß, wie viel Gehirnschmalz in jedem Detail steckt. Stundenlang kann man dem Diplom-Ingenieur zuhören und lernt dabei über Analog- und Digitaltechnik mehr als in einem Semester an der Uni, während er eine Platine nach der anderen aus dem Entwicklungsmuster pflückt oder Bauteile aus der Krabbelkiste fischt und zu jedem Stück neben den schnöden technischen Details und den faszinierend ausgeführten klanglichen Eigenschaften auch noch ein Anekdötchen zu erzählen weiß.

Kaum am fertigen Verstärker nachzuvollziehen, sondern nur am teilzerlegten Muster erkennbar sind dabei die Entwicklungsanstrengungen, die besonders am DNP kniffelig umzusetzen waren, nämlich die Signalwege – ob analog, digital oder gemischt – so kurz wie möglich zu halten und dabei die gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Baugruppen zu minimieren. Die Quadratur des Kreises galt es dabei zu lösen, denn entweder sitzen die Bauteile nahe beieinander und beeinflussen sich bei kurzem Weg oder umgekehrt. Hinzu kommt, dass dies für analoge und gleichzeitig für digitale Signalanteile im Gerät gelten sollte.

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