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Externe Netzteile sind derzeit en vogue, wobei hinter diesem Trend keineswegs bloß der Gedanke steht, optimierungshungrigen Enthusiasten neue Kostbarkeiten anzubieten. Vielmehr sprechen gute technische Gründe dafür, diverse Komponenten mit besonders aufwendigen, separaten Lösungen zu ergänzen. Immer mehr Hersteller konzipieren deshalb vor allem Vollverstärker so, dass deren Vor- oder Endstufe von einem ausgelagerten Netzteil mit Versorgungsspannung gespeist werden kann. Auch einigen CD-Spielern steht diese Optimierungsmöglichkeit offen, wobei dann in der Regel die analogen Sektionen extern versorgt werden.

Hinsichtlich beider Gerätekategorien möchte ich Sie, liebe Leser, allerdings davor warnen, sich die begehrte oder die schon erworbene Komponente nur der Neugier halber mit externem Netzteil anzuhören, falls das vorhandene Budget den Erwerb dieser Komponente nicht sofort zulässt. Denn in allen mir bekannten Fällen – Verstärker und CD-Spieler betreffend – ist der klangliche Gewinn gravierend. Wenn Sie also nicht von Natur aus sehr geduldig sind und die Vorfreude besonders zu schätzen wissen, sollten Sie vielleicht den Händler Ihres Vertrauens in dieser Angelegenheit erst später aufsuchen. Aber ganz im Ernst: Falls man das Netzteil nicht sofort hinzunimmt, hat man immerhin ein planbares Ziel und die Gewissheit, auf eine fundierte, tatsächliche Aufwertung des Equipments zuzusteuern.

Mit Blick auf CD-Spieler kann man jedoch schon ins Grübeln geraten, ob sich solch ein Upgrade lohnt – schließlich müssen hier keine leistungsfordernden Endstufen gespeist werden. Allerdings können Vollverstärker, deren Vorstufe mit externer Spannung versorgt wird, davon entscheidend profitieren – es kann folglich nicht die Leistung allein sein, die hier den Unterschied macht. Stattdessen besteht der technische Vorteil hauptsächlich darin, so Interferenzen zwischen Spannungsversorgung und den empfindlichen Signalen in der Vorverstärkerstufe minimieren zu können. Vor diesem Hintergrund ist leichter nachvollziehbar, dass ein externes Netzteil für die analogen Schaltungen bei einem CD-Spieler erst recht große Wirkung zeigen kann. Dennoch hatte ich damals, bevor ich den vertrauten Audionet ART G3 erstmalig mit dem EPX-Netzteil hörte, nicht geahnt, wie weit Basisgerät und Ausbauvariante klanglich auseinanderliegen. Für Audionet ist das freilich kein Geheimnis, immerhin stellt das Ampere den dritten Entwurf in Sachen Stromversorgung dar. Ebenso wie die nach wie vor aktuellen EPS G2 und EPX hat das solide Aluminium-Gehäuse des Ampere die für HiFi-Komponenten übliche Breite und passt somit optisch perfekt zum Planck und zum Watt.

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