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In Hülle und Fülle fluten die Hersteller den Markt mit sogenannten »Streaming Devices«. Deren Ausstattungsliste ist prall gefüllt, der Bedienkomfort steht klar im Vordergrund. Als schlagendes Argument wird solchen Paketen dann noch der Preis hinzugefügt, sodass keiner mehr auf die Idee kommt, noch nach klanglicher Qualität zu fragen. Die aber ist entscheidend, wie wir aus zahlreichen Zuschriften und Telefonaten wissen. »Mein Streaming-Service ist eigentlich großartig, aber wenn ich den gleichen Titel von der CD höre, ist das anders, und vor allem gefällt er mir klanglich besser,« hören wir immer wieder. Daraus ergibt sich die immer gleiche Frage an i-fidelity.net: »Was habe ich falsch gemacht?« Hat wie so oft vor der Kaufentscheidung kein klanglicher Vergleich stattgefunden, ist die Antwort einfach.

Exakt an diesem Punkt setzt der neue Pioneer N-70AE an. Bei ihm steht Klangqualität ganz oben auf der Fahne, und um sie zu erreichen, bringt diese Maschine vor allem im Hardware-Bereich zahlreiche bewährte Tugenden mit. Immerhin gehört der japanische Konzern Pioneer zu den erfahrensten auf dem Gebiet der Digitaltechnik. Darüber hinaus hat auch diese Entwicklung ein »Gesicht«, und zwar das von Jürgen Timm. Eine passende Beschreibung für ihn könnte »sachlicher Audiophiler« lauten. So hat er in der Vergangenheit für die Abstimmung der Pioneer-Komponenten auch immer wieder mit den berühmten »Air Studios« in London zusammengearbeitet. Über diese Kooperation hat i-fidelity.net bereits vor Jahren berichtet. Neben der Motivation, hervorragende Audio-Gerätschaften zu fertigen, ist es aber vor allem die Gratwanderung zwischen Kosten und Qualität, welche er sowie auch die für Entwicklungen verantwortliche Mannschaft beherrscht.

Da bildet jetzt auch der N-70AE, das Spitzenmodell der »Pure Audio Netzwerkspieler«, keine Ausnahme. Ist dessen Ausstattungsliste abgearbeitet und seine Technik im Detail betrachtet, wird der Preis von 1.300 Euro zu einer positiven Überraschung. Wie erreicht man dieses ambitionierte Ziel? Pioneer verfügt über ein langjährig gewachsenes Team vom Zweikanal-Spezialisten, deren Know-how Basis für die Entwicklung der 30er- und 50er-Netzwerkspieler war. Ihnen stand bereits frühzeitig der symmetrisch funktionierende Vollverstärker A-70DA zur Verfügung, sodass ihnen schnell der Gedanke kam, dazu auch den passenden Netzwerkspieler zu bauen, der möglichst viele Streaming-Dienste und Highres-Files wiedergeben können und vor allem durch sein musikalisches Niveau punkten sollte. Hört sich leicht an, wird aber bei Umsetzung in die Praxis normalerweise sehr teuer.

An den USB-Eingang kann auch eine Festplatte angeschlossen werden. Anschließend stehen die Dateien nicht nur am N-70AE zum Abruf bereit, sondern sind auch im Netzwerk verfügbar. Umgekehrt kann Musik, die auf dem Computer liegt, einfach auf den Pioneer zur Wiedergabe gezogen werden. Im Hörtest bevorzugte i-fidelity.net die symmetrischen Ausgänge.
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