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Der für viele gängigste Weg, Musik in den Streamer zu beamen, dürfte DLNA per Netzwerkkabel sein. Allein schon deshalb, weil es allen nur erdenklichen Quellen, sei es das Smartphone oder professionell ein physischer Server, erlaubt, im gleichen lokalen Netzwerk zu spielen – und das sogar in allen hohen Auflösungen. Das geht natürlich mit der Marantz-eigenen App (kostenlos für iOS und Android) recht gut, wenngleich man dort aufgrund der etwas rudimentären Implementierung beispielsweise nicht in Titeln springen oder suchen kann. Das gelang mit anderen Apps wie Plug Player, DS-Music oder BubbleUPnP problemlos. Irritierend war lediglich die Tatsache, dass bei über das Netzwerk kontrollierter Zuspielung die Laufwerkstasten auf der Front und der Fernbedienung blockiert wurden. Zum Anhalten oder Titelsprung muss man wieder die App bemühen, das ist aber eine Frage der Gewöhnung.

Klanglich bestätigte sich die sorgsame Signalaufbereitung dadurch, dass dieselbe Datei, über verschiedene Übertragungswege zugeführt, bis auf Nuancen auch identisch den Marantz verließ. Tendenziell klang AirPlay eine Spur oberflächlicher als die elektrische Signalzufuhr. Die USB-2.0-Direktzuspielung klang am geschmeidigsten und detailreichsten, aber auch hier reden wir gegenüber dem internen Abspieler oder der S/PDIF-Zuspielung von im Alltag unbedeutenden Differenzen, die möglicherweise kaum einen Blindtest bestehen würden.

Marantz zeigt klangliche Stärke

Von der analogen Ausgangsseite betrachtet, klang der NA8005 für ein Marantz-Gerät fast ein wenig nüchtern – und das ist keinesfalls negativ zu verstehen. Im Gegenteil, eine Zurücknahme eigenen Charakters lässt eben auch die Eigenschaften der Aufnahmen deutlicher hervortreten, wie man es beispielsweise von gutem Studio-Equipment erwartet. Wollte man mit Gewalt etwas zum Nörgeln suchen, wäre das allenfalls eine leichte Zurückhaltung im Grundtonbereich. Hier bildet manch anderer Wandler einen Hauch robuster ab. Stets klangen gut gemasterte Dateien in Standard-Auflösung, etwa von gerippter CD, wunderbar rund, detailreich und dynamisch. Starteten die Tester eine hochauflösende Aufnahme, blühte der Marantz nochmals auf, zeichnete den Raum noch etwas tiefer und Konturen mit feinem Stift nach. Er erreichte so schlicht ein noch etwas fokussierteres Bild der Bühne und der Atmosphäre.

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