• Test
  • 2 6
  • Labor Seite 5
  • Testergebnis Seite 6

Aus Erfahrung wird man klug. Das gilt selbstverständlich auch für Dali. Bei der Einführung der letzten beiden Lautsprecherserien sind die Dänen von ihrem Erfolg zunächst überrascht und dann von den Verkäufen überrannt worden. Was schon etwas verwunderte, schließlich sind die Epicon- und Rubicon-Serien preislich im oberen beziehungsweise mittleren Segment angesiedelt – und wer würde da riesige Stückzahlen erwarten? Wir können uns deshalb schon gut ausmalen, was passiert, wenn der Technologietransfer jetzt in eine noch preiswertere Klasse vonstatten gehen soll. Zumal wenn tatsächlich ein so wichtiges Chassis-Konstruktionsmerkmal wie die SMC-Technik jetzt auch bei der Opticon 2 zum Einsatz kommt, die für gerademal 900 Euro das Paar den Eigentümer wechselt.

Dalis neue Opticon-Serie umfasst sieben Modelle. Neben zwei Regallautsprechern finden sich drei Standboxen, der für die Wandmontage geeignete, sehr flache LCR und ein Center. Damit kann je nach Verwendungszweck Stereo- oder Mehrkanalwiedergabe munter kombiniert werden. In puncto Flexibilität ist das mustergültig. Für die Gehäuseoberfläche stehen die Ausführungen Weiß, Schwarz und Walnuss zur Wahl. Optisches Highlight ist die sorgfältig in Weiß oder Schwarz lackierte Schallwand. Das Gehäuse selbst ist mit Vinylfolie überzogen, was allerdings täuschend echt wirkt. Auffällig ist die akkurate und hohe Fertigungsqualität der Opticon 2, was daran liegt, dass die neue Baureihe im Dali-Werk gefertigt wird. Erstaunlich, dass trotz des günstigen Preises »Made in Denmark« möglich ist.

Überraschend ist das allerdings nur auf den ersten Blick, denn Dali gehört zu den größten Lautsprecher-Herstellern weltweit. Für die Gehäusekonstruktion der Opticon-Schallwandler setzen die Dänen MDF in 25 Millimetern Stärke ein. Erstmals kommt allerdings eine Variante mit erhöhter Dichte zum Einsatz, was das Gewicht von acht Kilogramm bei der Opticon 2 erklärt. Die höhere Masse soll dem Korpus mehr Ruhe verschaffen und damit das Klangbild von Resonanzen befreien. Clever gemachte Versteifungen im Inneren sorgen für zusätzliche Stabilität. Auf der Rückseite der Zweiwege-Box befinden sich das Single-Wiring-Anschlussfeld und das penibel eingearbeitete – sogar verschraubte (!) – Bassreflexrohr.

  • Test
  • 2 6
  • Labor Seite 5
  • Testergebnis Seite 6