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Die Hochtonkalotte wurde wie der Tiefmitteltöner exklusiv für die Oberon-Serie neu entwickelt. Der große Durchmesser von 29 Millimetern ermöglicht eine tiefere untere Grenzfrequenz sowie erhöhte Belastbarkeit in Tateinheit mit mehr Schalldruck.

Zensor war nicht irgendeine Produktreihe für Dali. Die Linie galt als ein wichtiger Baustein auf dem Weg der Dänen zu einem der größten Lautsprecheranbieter in Deutschland mit inzwischen über 200 Fachhandelspartnern. Das Erfolgsrezept von Zensor: Performance, Verarbeitung und Design lagen deutlich über dem gewohnten Niveau der Einsteigerklasse. Diese »Überflieger«-Mentalität will Dali bei der nach einem Mond benannten neuen Reihe Oberon fortführen. Dafür haben die ambitionierten Skandinavier wichtige strategische Entscheidungen getroffen und in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel: Technologietransfer. Hiermit finden in den teureren Serien erprobte Entwicklungen und Kunstgriffe schrittweise auch bei den günstigeren Linien Verwendung. Im Fall der Oberon heißt das magische Wort: SMC = Soft Magnetic Compound.

Jenes spezielle feine Granulatpulver beschichtet als zusätzliche Scheibe den Ferriteisenkern des Polstücks im Magnetsystem des Tiefmittelton-Chassis. Dieses Material soll die Eigenschaften des Töners hinsichtlich seiner Verzerrungswerte positiv beeinflussen, weil es elektrisch nicht leitend, gleichsam aber stark magnetisch ist. Bisher haben die Entwickler diese patentierte Technologie nur in teuren Serien ab Opticon aufwärts eingesetzt, jetzt wirkt SMC auch in der Einsteiger-Kategorie bei Oberon.

Ein derartiges Vorgehen wäre deutlich schwieriger realisierbar, wenn Dali nicht auch einen weiteren Aspekt strategisch anstrebte: maximale Kontrolle durch eigene Entwicklung und Fertigung. Als Konsequenz haben die hauseigenen Ingenieure sämtliche Bestandteile der Oberon-Serie selbstständig konzipiert. Es werden keine Komponenten von der Stange zugekauft. Auch die Herstellung erfolgt in der eigenen Fabrik in Fernost, die interessanterweise das SMC-Material hierfür extra aus Dänemark erhält, wie mir Dali Deutschland-Geschäftsführer Frank Hagemann jüngst bei den »Süddeutschen HiFi-Tagen« verriet. Ein Resultat aus diesem ganzheitlichen Ansatz: optimale Wertschöpfung – für alle Beteiligten, Hersteller wie Kunde. Denn auch der preisbewusste Oberon-Käufer erhält für sein hart erarbeitetes Geld das maximale Resultat.

Ökonomie, wo diese sinnvoll ist: Die Dali Oberon 3 verzichten auf Bi-Amping/Bi-Wiring-Verbindungen und konzentrieren sich auf ein solides singuläres Anschlussfeld mit Buchsen guter mechanischer Qualität für lose zu verdrillende Kabelenden oder Bananenstecker.
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