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Die 513 ist das größte der drei kompakten Modelle im Chrono-Kosmos von Canton. Wie die gesamte Serie ist sie mit einem Alu-Mangan-Kalottenhochtöner bestückt, welcher bis weit über den menschlichen Hörbereich hinaus agieren soll: 40.000 Hertz lautet die ambitionierte Ansage des Herstellers. Die aus Aluminium bestehende Frontpartie des Tweeters wurde speziell geformt, um gemäß eines Waveguide den Abstrahlradius zu harmonisieren und zu erweitern. Als Tiefmitteltöner fungiert in der Chrono 513 ein 180-Millimeter-Aluminium-Treiber, der auf eine rückwärtige Reflexöffnung arbeitet. In Verbindung mit dem für einen Regal-Lautsprecher recht stattlichen Gehäusevolumen darf man durchaus eine erwachsene Bass-Wiedergabe erwarten, die laut Hersteller bis 33 Hertz hinabreichen will.

Beide Chassis werden von Diamond-Cut-Aluminium-Ringen umrahmt, die nicht nur visuell besondere Wertigkeit vermitteln, sondern auch der mechanischen Stabilität dienen, was sich bei hohen Pegeln bewähren sollte. Der gediegene optische Eindruck vermittelt sich weiter durch eine Hochglanz-lackierte Frontpartie, die einem aus HDF gefertigten Korpus vorsteht, der entweder mit strukturierter weißer oder schwarzer Dekorfolie ummantelt wurde.

Die Rückseite der Lautsprecherbox wird von dem fünf Zentimeter durchmessenden Bassreflexrohr angeführt, zu dem sich ein schmuckloses, aber funktionales Single-Wiring-Anschlussfeld gesellt. Einige andere Marken bieten in diesem Preissegment zwar die Möglichkeit zum Bi-Wiring, aber meiner Auffassung nach liegt Canton hier konzeptionell richtig(er). Einerseits ist es immer besser, bei limitiertem Budget ein hochwertiges anstelle zweier mäßiger Kabel zu verwenden. Andererseits können die durch das einfach ausgelegte Anschlussfeld frei gewordenen Mittel anderenorts besser verwendet werden. Denn gerade im Fall von recht preiswerten Lautsprechern müssen Entwickler mit jedem Kleinstbetrag rechnen. Alles, was sie an akustisch Nachrangigem und/oder am repräsentativem Äußeren einsparen, kann dort verwendet werden, wo es sich klanglich hörbarer auszahlt – bei Treibern und Weiche.

Die soliden Lautsprecheranschlüsse nehmen auch blanke gedrillte Enden dicker Kabel bis zum einem Durchmesser von 10 Quadratmillimetern bequem und sicher auf.
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