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Sicher kann man in der Theorie immer ein paar Lautsprecher zu einem Surround-Set zusammenstöpseln und es wird aus jeder Himmelsrichtung irgendetwas herauskommen. Doch das kann weder das Ziel sein, noch wird bei wilden Kombinationen ein harmonisches Ganzes erzeugt. Ein Problem, das immer mal wieder in Gesprächen – insbesondere mit High-Endern – zu Tage tritt, ist die Problematik, dass einmal liebgewonnene, highendige Stereo-Lautsprecher nur selten zu einer wirklich funktionierenden Surroundanlage ergänzt werden können.

Schon der essenzielle Center muss mindestens die gleiche Qualität und Tonalität aufweisen wie die zu ergänzenden linken und rechten Lautsprecher. Ist das nicht der Fall, bricht die Harmonie der Bühnenabbildung in Surround komplett zusammen. Das ist einer der Gründe, weshalb Surround im »High End« keinen guten Ruf genießt – dies aber völlig zu Unrecht. Bei Stereo kommt schließlich auch niemand auf die Idee, zwei unterschiedliche Lautsprecher zu kombinieren, um sich dann zu wundern, warum das nicht gut klingt. Daher gilt für highendiges Surround das gleiche Gesetz: Alle Lautsprecher müssen die  gleiche akustische Potenz, tonale Balance, Abstrahlcharakteristik und Zeitverhalten aufweisen, nur dann spielt das System wie aus einem Guss. An diesem Punkt trennt sich bis heute die Spreu vom Weizen, denn das bekommen innerhalb einer Serie selbst etablierte Hersteller nicht immer hin.

Teile des klingenden Puzzles

Es reicht also nicht, einfach ein paar vermeintlich gleichwertige Lautsprecher aufzubauen. Je ähnlicher sie sich sind, desto harmonischer wird das Set arbeiten und eine nahtlose 360-Grad-Abbildung liefern. Was erst einmal banal klingt, stellt sich bei genauerem Hinsehen als knifflige Herausforderung für die Entwickler heraus, wie sich im Falle von Boston Acoustics' A-Serie zeigt: Hier sind die Frontlautsprecher – wie auch in vielen anderen Surround-Sets – Dreiwege-Konstruktionen, alle anderen Boxen-Partner sind hingegen  Zweiwege-Konzepte; die Standlautsprecher sind für den freistehenden Betrieb ausgelegt, der Center und die als Surround-Lautsprecher verwendeten Regaltypen hingegen für Aufstellung oder Montage an der Wand.

Um zu überprüfen, wie gut die vom Essener Karl-Heinz-Fink-Entwicklungsteam stammende A-Serie zusammenspielt, kombinierte die Redaktion die Referenz A 360 mit dem Zentralgestirn A 225C und die größten Regallautsprecher A 26 mit dem kleinen Subwoofer ASW 250. Systempreis: unter 1.600 Euro. Damit kosten alle Lautsprecher so viel wie ein ordentlicher Surroundverstärker. Eine gute Balance. Für den Test verwendete die Redaktion den NAD T757, aber auch den T+A K8 und die Verstärker-Referenz Denon AVC-A1HD. So viel sei schon einmal verraten: Die Bostons spielten für ihre Preisklasse so ungewöhnlich transparent, dass sich die verschiedenen Verstärker-Qualitäten und -Charakteristika deutlich hören ließen.

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