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Velodyne und ein schlechter Subwoofer – unvorstellbar, stellen die Spezialisten doch nur wenige andere Komponenten her. Dass solch eine Spezialisierung einem Produkt sehr förderlich sein kann, das beweisen die Amerikaner schon seit ihrer Gründung 1983 durch Adam Hall sehr deutlich, gelten doch die Basserzeuger aus dem Hause Velodyne seither als wegweisend. Man begann vor über 30 Jahren mit aktiver Membran-Regelung und gehörte zu den Pionieren mit automatisch einmessenden Raumkorrekturen. Die Woofer der Amerikaner stehen im Ruf, tief und laut spielen zu können, was sich eigentlich ausschließt. Mit der drahtlosen Signalübertragung zum Lautsprecher sind die Amerikaner  vergleichsweise spät dran, aber das will ja nichts heißen.

Wi-Q heißt die neue Velodyne-Serie, die neben dem üblichen Anschlussfeld mit einem Quartett aus Cinchbuchsen und einem Stereo-Satz Lautsprecherklemmen im Inneren auch noch eine Empfangsantenne für die drahtlose Übertragung versteckt. Von außen sieht man das dem Subwoofer nur bei ganz genauem Hinsehen an, denn das einzige erkennbare Anzeichen für die integrierte Luftbrücke ist ein Schalter zur Wahl von einem der vier Sendekanäle. Ein genauerer Blick in den Karton fördert dann auch die Sendestation zutage. Die kleine Kunststoffschachtel nennt sich WiConnect Transmitter und arbeitet mit einem externen Steckernetzteil. Das einzige Bedienelement ist auch hier der Schiebeschalter zur Wahl eines der vier Sendekanäle. Drei Cinch-Buchsen nehmen die Musik vom Vorverstärker entgegen (ein traditionelles Stereo-Signal) oder sie verbinden sich mit dem dezidierten Subwoofer-Ausgang eines AV-Verstärkers. Einer Bedienung des Senders im eigentlichen Sinne bedarf es nicht, und der Stromverbrauch von kaum einem Watt strapaziert weder das Portemonnaie noch das ökonomische Gewissen, obwohl man ihn eben nicht abschalten kann.

Der geringe Energiebedarf deckt sich mit der auch kaum nennenswerten paar Milliwatt Sendeleistung, derer es bedarf, um die etwa 15 Meter Reichweite zu brücken. Und mehr braucht es normalerweise innerhalb eines Raumes ja auch nicht. In unserem Testkino funktionierte die Funkstrecke dann auch so stressarm wie wenige andere. Man stellt am Transmitter und Subwoofer denselben Funkkanal ein und einen Moment später kommt die Musik. Fertig. Störungen oder Aussetzer konnten die Tester bei dieser Funkübertragung nicht bemerken. So einfach soll das sein. Und es erleichtert in der Tat die Aufstellung des Subwoofers erheblich, denn eine Steckdose findet sich in der Nähe der Wunschposition sicher leichter als dass sich zusätzlich noch ein langes Cinchkabel oder gar extra Lautsprecherstrippen durch das Zimmer verlegen lassen.

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