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Wirkliche Neuheiten im Bereich der Flachbildfernseher, die die Zuschauer vor Begeisterung von den Stühlen reißen, sind selten geworden. Das Getrommel um die vermeintliche Innovation 3D hat nachgelassen, selbst die Industrie sieht ein, dass es hier noch jede Menge Nachbesserungsbedarf gibt. Mit dem 55 ZL 1G hat der japanische Hersteller Toshiba jetzt ein Modell auf den Markt gebracht, das »einmalige Funktionen und einen großen Sprung in der Qualität« bescheren will. Grundlage dieser optimistischen Produktbeschreibung ist die auf den Namen »Cevo Engine« getaufte Multi-Prozessor-Plattform. Diese soll dem Flat-TV ähnlich wie einem Computer durch mehrere Rechenkerne ausreichend Power zur Verfügung stellen, um arbeitsintensive Aufgaben wie etwa die Darstellung dreidimensionalen Fernsehens oder multimedialer Inhalte problemlos meistern zu können. Ein Schnäppchen ist der ZL 1G nicht: Rund 5.000 Euro will Toshiba dafür kassieren, bei Online-Händlern gibt’s den Apparat aber um mehr als 1.000 Euro günstiger. Wir klären für Sie, ob sich diese Investition tatsächlich lohnt und Sie sich damit eine revolutionäre TV-Neuheit nach Hause holen können.

Grundvoraussetzung für die Anschaffung des TV-Boliden ist ein Wohnzimmer, das großzügig geschnitten ist. Denn der 55-Zöller ist ein Riese. Die Diagonale von 140 Zentimetern versprüht Heimkino-Feeling par excellence. Viel mehr geht derzeit fast nicht – und muss es auch nicht. Der Zusammenbau von Bildschirm und Ständer setzt mindestens vier Hände voraus, alleine klappt bei diesem Gewicht und diesen gewaltigen Dimensionen gar nichts. Wenig Vertrauen erwecken zunächst die Plastiklaschen, an denen das Display aufgehängt wird. Aber sie halten. Die gute Nachricht: Zum großen Bild soll sich beim 1G auch großer Ton gesellen. So wird ein separater Soundriegel mitgeliefert, der unter dem Bildschirm installiert wird. Das lässt auf eine gute Klangkulisse hoffen.

Optisch überzeugt …

... zunächst auch die Fernbedienung. Sie besteht aus Kunststoff, den unteren Tastenbereich ziert ein Alu-Überzug. Und der entpuppt sich schnell als Ärgernis. Denn leider sitzt die Haube nicht präzise, hat viel zu viel Luft und rastet nicht ein. Das Ergebnis ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit, auf die man in dieser Preisklasse gerne verzichten würde. Außerdem stellt sich die Sinnfrage der Konstruktion. Um drei Tastenreihen zu verbergen, hätte möglicherweise eine kleine Klappe bessere Dienste geleistet. Alle Tasten des Steuerstabs sind etwa gleich groß und haben einen präzisen Druckpunkt. Das runde Steuerkreuz im oberen Drittel sprengt die klassische waagrechte Tastenanordnung. Praktisch ist die Option, um zwischen analogem und digitalem Fernsehen sowie zwischen Satellit und Kabel wechseln zu können. Insgesamt liegt die Fernbedienung recht gut in der Hand, für überdimensionierte Männerhände ist sie aber etwas zu schmal ausgefallen.

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