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T+A, das steht für »Theorie + Anwendung«; das »A« hat also nichts mit dem Familiennamen des Firmengründers und Diplom-Physikers Siegfried Amft zu tun, wie vielfach angenommen wird. Amft verpackte sein Ansinnen in den Motto gebenden Firmennamen. Und von beidem steckt eine schier unfassbare Menge in dem erstaunlich kompakten und für die Größe recht schweren Gehäuse des edel verarbeiteten K8. Auch die Entwicklung dieses Blu-ray-HD-Receivers lag in den Händen von Chefentwickler Lothar Wiemann – er hatte schließlich schon dessen Urahn, den vergleichsweise noch simplen ersten CD-Receiver der K-Serie, konzipiert, dessen Geburt nunmehr 15 Jahre zurückliegt.

Damals war es für Lothar Wiemann noch relativ einfach, ein solches Gerät zu entwickeln, selbst der immer noch aktuelle DVD-Receiver K2 war vergleichsweise unkompliziert: Die Video-Schnittstellen arbeiteten analog, die digitalen Audio-Signale kannten nur den S/P-DIF-Standard mit Stereo-PCM oder Dolby Digital und DTS als Surround-Bitstrom. Die Decodierung erledigten Decoder der gleichen Marken. Foto- und MP3-Wiedergabe gab's vom Netzwerk, nur für den DVD-Bereich war etwas Papierkrieg in Sachen Lizenzen zu erledigen. Wobei dies alles für eine eher kleine, mittelständische deutsche Firma im Umfeld der Unterhaltungselektronik-Riesen auch schon eine recht komplexe Aufgabenstellung ist. Allerdings nichts im Vergleich zum K8, wie wir sehen werden…

Der K8 ist in puncto Aufwand ungeschlagen

Im Vergleich etwa zum K2 schießt der neue K8 den Vogel ab. Lothar Wiemann sagt selbst, dies sei die komplexeste Komponente, die T+A jemals entwickelt habe. Mit seinem kleinen, aber hochqualifizierten Ingenieurs-Team und der mittlerweile angegliederten Rechtsabteilung sei er an die Grenze dessen gegangen, was eine Mittelstandsfirma zu leisten vermag. Das gilt zum einen für die technische, zum anderen aber auch die immens gestiegene rechtliche Komplexität. Denn was ein Blu-ray Player, ein Netzwerkplayer, eine iPod-Schnittstelle, HDMI- und USB-Schnittstellen, die Surround-Decoder und nicht zuletzt die diversen Kopierschutzverfahren an Lizenzen, Verträgen und Zertifikaten erfordern, addierte sich zu einer gewaltigen Fleißaufgabe mit immensen Entwicklungs- und Lizenzkosten.

Doch vor wenigen Wochen war es soweit und die Tester von i-fidelity.net hielten den Karton mit einem der ersten Serienexemplare des K8 in Händen. Die edle Anmutung feinsten Flugzeugaluminiums verströmt der K8 schon bei den ersten Berührungen beim  Auspacken. Immerhin fast 20 Kilogramm gilt es aus der stabilen Pappe zu wuchten. Dazu gibt es zwei gebundene Anleitungen, getrennt nach Installation und Gebrauch, sowie ein Karton mit diversem Zubehör wie der ebenfalls in Aluminium gefassten Fernbedienung, einem externen Infrarot-Empfänger, dem Einmess-Mikrofon und mehreren Kabeln inklusive einem sehr hochwertig anmutenden HDMI-Verbinder und einem Kabel zum Vernetzen mit Mobilgeräten der Marke mit dem angebissenen Apfel.

Umfangreich und absolut sinnvoll strukturiert sind die Anschlüsse. In der Praxis gibt es Lautsprecherkabel, evtl. ein Netzwerkkabel, eine Leitung zur Bildquelle und die Stromverbindung, womit nur ein Vorteil der hohen Integration des K8 benannt ist. Auch bei diesem Gerät ist die Phase an der Kaltgerätebuchse gekennzeichnet, untrügliches Zeichen dafür, dass es auch um Klangqualität geht.
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