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Flach soll im Wohnzimmer nur der Fernseher sein. Beim TV-Ton darf es gerne kräftiger zugehen. Genau dieser Wunsch vieler Home-Cineasten hat dazu geführt, dass sich eine noch junge Gerätegattung innerhalb kürzester Zeit zum Kassenschlager entwickelt hat. Allein im vergangenen Jahr sorgten Soundbars dem aktuellen Consumer Electronic Market Index (CEMIX) zufolge mit 237 Millionen Euro für eine Umsatzsteigerung von 25 Prozent. Nicht berücksichtigt in diesen Zahlen sind die sogenannten Sounddecks, die sich konzeptionell etwas unterscheiden, allerdings dasselbe Ziel verfolgen: schlappen Flat-TVs in den Hintern zu treten und Fernsehen auch akustisch zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Aus technischer Sicht arbeiten in beiden Systemen eingebaute Verstärker und mehrere Lautsprecher-Chassis. Während die Soundbar jedoch vor den TV-Apparat gelegt oder an die Wand gehängt wird, finden Sounddecks unter dem Fuß des Fernsehers Platz. Vor der Anschaffung sollten sich Heimkino-Freunde deshalb überlegen, welche Variante ihren Ansprüchen und den räumlichen Gegebenheiten eher entgegen kommt. Ist der Flat-TV bereits an der Wand montiert, ist eine Soundbar die sinnvolle Ergänzung. Sie kann harmonisch und diskret direkt unterhalb des Fernsehers per Wandhalterung befestigt werden. Steht der Flachmann hingegen auf einem klassischen TV-Tisch oder Sideboard, wird ein Sounddeck einfach unter den Fuß geschoben.

Raumfeld hat seit kurzem beide Konzepte im Sortiment. Den Geräten gemeinsam ist eine exzellente Verarbeitung, die Maßstäbe setzt. Das trifft auch auf die identische Fernbedienung zu. Endlich mal kein billig wirkender Signalgeber von der Stange im typischen Scheckkarten-Format, an dem man sich allmählich satt sieht. Der Raumfeld-Steuerstab ist ein hochwertiger Block aus gebürstetem Aluminium mit exklusivem Touch. Hier sieht man auf Anhieb, dass Raumfeld-Produkte nicht am Wühltisch im Baumarkt erhältlich sind. Die Fernbedienung liegt bestens in der Hand und gestattet unter anderem Zugriff auf Lautstärke sowie die unterschiedlichen Quellen. Außerdem verfügt sie über Direktwahltasten für Lieblingsstreams und vier Sound-Setups. Dazu gehören der Stereo-Modus, der Arena-Modus mit einem breiteren Klang-Panorama, der Theater-Modus, bei dem zusätzlich die Stimmen klarer wirken sollen, und der Voice-Modus für Sprach-Optimierung. Diese Optionen stehen sowohl Besitzern der Soundbar als auch des Sounddecks zur Verfügung.

Letzteres ist sowohl mit schwarzem als auch weißem Korpus und jeweils schwarzem Stoffbezug erhältlich. Satte 12 Kilo bringt der Quader mit den Abmaßen 73 x 41 x 11 Zentimeter auf die Waage. Das stabile Holzgehäuse mit Schleiflack erfüllt Premium-Ansprüche – die Oberfläche ist glücklicherweise matt und unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Mini-Kratzer, die hochglanzpolierte Oberflächen schnell unansehnlich machen. Ein Blickfang ist die kleine Alu-Blende an der Front mit An- und Ausschalter sowie Status-LEDs. Schade: Raumfeld verzichtet auf ein Display, das unter anderem über den aktuellen Lautstärke-Level informieren könnte. Auf der Rückseite sitzen eine HDMI-Buchse mit ARC-Support (Audio Return Channel), ein optischer Digitaleingang, Cinch- sowie USB-Buchse und ein Netzwerkanschluss. Sollte der Fernseher ebenfalls einen HDMI-Ausgang mit ARC-Unterstützung haben, so genügt eine HDMI-Strippe, alternativ liefert eine Lichtleiter-Verbindung die identischen Klangergebnisse. An Bord des Zweiwege-Bassreflexsystems schlummern sechs High-End-Töner, zwei Downfire-Subwoofer und ein 280-Watt-Verstärker. Mahlzeit, das lässt einiges erahnen. Den maximalen Schalldruck gibt Raumfeld mit 102 Dezibel an. Tieftöner und Breitbandlautsprecher (Durchmesser 70 Millimeter) sind mit Zellulose beschichtet.

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