• Test
  • 2 6
  • Ausstattung Seite 5
  • Seite 6

Linksverkehr, rote Telefonzellen und die klassische Teezeit: Unsere Freunde aus Großbritannien müssen sich mit vielen Klischees herumschlagen. Dazu mögen die Briten nicht nur Pubs und Clubs. Auch Bars, genauer gesagt Soundbars, erfreuen sich auf der Insel immer größerer Beliebtheit. Damit stehen unsere Nachbarn nicht alleine da. Denn auch bei Heimkino-Besitzern auf dem europäischen Festland hält der Boom der Klangriegel an. 2016 konnten die Hersteller von Soundbars allein im deutschen Markt nach Angaben der gfu mit 244 Millionen Euro für eine Umsatzsteigerung in Höhe von knapp drei Prozent sorgen. Ein Stückchen von diesem Erfolgskuchen will sich auch Q Acoustics abschneiden. Der Lautsprecherhersteller blickt dabei auf eine recht junge Vergangenheit zurück, die Gründung erfolgte erst 2006 in England. Mit der M4 hatte das Unternehmen bislang eine Soundbar im Programm, das jetzt um das neue Modell M3 erweitert wird.

Während beide in der Breite auf einen Meter vertrauen, präsentiert sich die M3 mit 7 Zentimetern in der Höhe und einer Tiefe von 12,5 Zentimetern etwas abgespeckter auf den Rippen als ihr Vorgänger, zudem wiegt sie mit vier Kilo immerhin 900 Gramm weniger. Speziell bei der Wandmontage freut man sich über jedes Pfund, das der Hersteller einspart. Die wichtigste Neuerung ist aber die HDMI-Buchse, mit der die M3 gegenüber der M4 aufwartet. Während der Soundbar-Korpus aus schwarzem Kunststoff besteht, wird die Front von einem schwarzen Lochgitter aus Metall verkleidet. Insgesamt wirkt der Lautsprecher sehr stabil und verwindungssteif. Besonderes Merkmal ist der schwere silberne Aluminium-Standfuß, der die M3 sicher auf einem Sideboard oder vor dem Fernseher thronen lässt. Der kleine luftige Abstand zwischen der Soundbar-Unterseite zur nächsten Fläche ist bewusst von den Ingenieuren einkalkuliert: So kann der integrierte Downfire-Subwoofer sein volles Leistungsvermögen entfalten und frei aufspielen.

Tiefe Töne brauchen schließlich etwas Platz, um maximal wirken zu können. Als besonderen Clou hat Q Acoustics dem Standfuß eine Doppel-Funktion spendiert: Dieser dient gleichzeitig als Wandhalter. Dadurch kann die Soundbar mit größtmöglicher Variabilität im Wohnzimmer platziert werden. Ausgeliefert wird die M3 bereits mit Schlüssellochaufhängung im Wandhalter – so genügen lediglich zwei Dübel mit Schrauben in der Wand, um die Soundbar aufzuhängen. Je nach Aufstellort lässt sich über die mitgelieferte Fernbedienung ein vorprogrammierter Equalizer für bestmögliche Sound-Charakteristik einstellen – die M3 kann auf einem Schrank, in einem Sideboard oder an der Wand montiert werden. Auf die Klangeigenschaften hat die Art der Installation so gut wie keinen Einfluss, da die Lautsprecher nach vorne und nach oben abstrahlen. Im Zusammenspiel mit den zwei Breitbandlautsprechern und dem Subwoofer handelt es sich bei der Soundbar um ein klassisches 2.1-System. Sollte der Klangriegel auf einem empfindlichen Glas- oder Holztisch Platz finden, so muss man sich vor Kratzern keine Sorgen machen: Der massive Metallfuß wird durch dezente Gummifüße abgefedert.

Anschlussseitig ist die M3 gut bestückt: Neben einer Stereo-Cinch-Buchse besitzt die M3 auch einen optischen Digital- sowie einen analogen Aux-Eingang. Die HDMI-Buchse zum Andocken an den Flachbildfernseher ist ARC-fähig. Der USB-Port an der Soundbar dient lediglich für Service-Zwecke, um später etwaige Software-Updates einzuspielen. Die Bedienung erfolgt wahlweise über vier Tasten am Gerät oder über eine kleine Fernbedienung.
  • Test
  • 2 6
  • Ausstattung Seite 5
  • Seite 6