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Einmal alles eingestellt, ging es ans Hören. Zwei Charakteristika fielen den Testern schnell auf: Die räumliche Abbildung wirkte stets vergleichsweise nah und der dynamische Eindruck eher kompakt. Kompakt ist in diesem Zusammenhang aber nicht als komprimiert zu verstehen, nein, das Gegenteil ist der Fall. Der SP33 wirkte sehr dynamisch, aber stets körperhaft und kraftvoll, ist also eher nichts für Leute, die auf ein besonders luftiges Klangbild stehen. Auch klang der Hochtonbereich vergleichsweise zurückhaltend, obwohl nichts fehlte. Was die Schweden dort zügeln, holen sie an ungewöhnlich differenzierter Mittelton-Auflösung wieder heraus. Als Hörbeispiel seien hier die Becken der berühmten »Take Five«-Aufnahme Dave Brubecks genannt. Über viele Elektronik-Komponenten wirken die zwar fein aufgelöst, aber deutlich zu hell und masselos. Das Primare-Duo ließ das Gewicht des Metalls spüren und die Klangfarbe, in dunklen Schimmer des polierten Messings getaucht, sehr wirklichkeitsnah wirken.

Sonderstatus bestätigt

Auch das Surround-Prozessing wirkte mit seiner Abbildung schlüssig, lückenlos und sehr musikalisch. Einzig bei 96 Kilohertz Abtastrate ist Schluss, feiner gesampelte Digitalsignale gehen raus wie rein. Das dürfte in 99,99 Prozent aller Fälle niemanden stören, einzig bei einem 7.1-Set-up mit seitlichen und rückwärtigen Surround-Lautsprechern rutscht die Abbildung von 5.1-Aufnahmen etwas zu weit nach vorne, weil die rückseitigen Lautsprecher stumm bleiben. Auch 192-Kilohertz-Stereo-Aufnahmen lassen sich nicht in Surround wiedergeben. Exotischer geht es dann nicht mehr.

Egal, was die Tester dem Wikinger-Gespann auch fütterten, stets wirkte das Klangbild sehr körperhaft, beinahe greifbar und vergleichsweise wuchtig, keinesfalls aber aufgeblasen, sondern straff und kernig. Ob sie nun Keith Jarrett über die Schulter auf die Klaviatur schauten, Ella Fitzgerald direkt vor sich auf dem Teppich stehend singen hörten oder mitten zwischen den Musikern der Big Phat Band in Surround saßen, die das Testkino zur Bühne machten – stets behielt das Ganze eine stabile Bühne und musikalischen Fluss, dem man sich nicht entziehen konnte. Ähnliches galt für Filmwiedergabe. Die dichte und recht körperhafte Abbildung verlieh allen Szenen eine Spannung steigernde, fast intime Nähe und Greifbarkeit, die man bei einfacheren AV-Verstärkern meistens vermisst. Und auch hier behielt die Abbildung stets eine klare feindynamische Separation, die Macht der UFDP-Endstufen erschütterte realistisch und scheinbar unangestrengt bei Action-Szenen den gesamten Raum.

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