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Spezialisten sind rar. Facharbeiter werden in der Arbeitswelt händeringend gesucht. Auch in der Unterhaltungselektronik geht der Trend verstärkt zu Alleskönnern, zu Allroundern. Mit einem Smartphone kann man unter anderem Telefonieren. Fernsehen ist nur eine von unzähligen Funktionen, die ein Flat-TV beherrscht. Und Blu-ray-Player sind inzwischen vollgestopft mit Apps, lassen sich ins Netzwerk einbinden und spielen nebenbei auch Scheiben ab. Pioneer will sich den Fachkräftemangel nicht mehr länger mit anschauen und hat deshalb den UDP-LX800 konzipiert, einen reinen Disc-Player, der sich voll und ganz auf die perfekte Wiedergabe von UHD-Blu-rays, Blu-rays, DVDs, SACDs und CDs konzentriert – kompromisslos und mit der Vorgabe, das Maximum an Bild- und Tonqualität aus den Scheiben herauszuholen.

Allein der stolze Preis von 2.300 Euro demonstriert: Die Japaner wollen es wissen! Schluss mit Billig-Wiedergabegeräten vom Wühltisch im Plastikgehäuse, bei denen das Laufwerk lauter ist als so mancher Dialog auf dem TV-Bildschirm. Einen Markt gibt es dafür mit Sicherheit – nicht zuletzt nachdem die Edel-Schmiede Oppo, bekannt für teure und hochwertige UHD-Blu-ray-Player, im Frühjahr den Abschied aus diesem Gerätesegment angekündigt hatte.

Zurück zum Pioneer: Dass AV-Receiver Schwergewichte sind, ist bekannt. Aber knapp 14 Kilo für einen Blu-ray-Player, das überrascht. Allein diese Zahl verdeutlicht: Wir bewegen uns im absoluten High-End-Bereich, günstige UHD-Player wiegen weniger als zwei Kilo. Im UDP-LX800 kommt ein 1,6 Millimeter starker Chassisboden zum Einsatz, der mit einer drei Millimeter dicken Stahlplatte verstärkt wurde. Ziel: Nicht nur der Schwerpunkt des Boliden ist niedrig, auch die Verwindungssteifigkeit ist enorm hoch. Vibrationen werden auf diese Weise im Keim erstickt. Das spürt man: Der massive Pioneer thront auf dem TV-Sideboard wie ein Buddha, unerschütterlich, souverän und in sich selbst ruhend. Seitenwände, Front und Deckel sind aus Metall, Letzterer ist gut sichtbar verschraubt. Das erleichtert den Zugang zum Inneren. Vier Gummifüße gewährleisten einen sicheren Stand und verhindern Kratzer, wenn man den schweren Player an seinen finalen Bestimmungsort schiebt.

Die Antivibrationsfüße aus Zink-Druckguss dienen zugleich der Entkopplung. Tippt man mit dem Finger gegen das Gehäuse, so hat man das Gefühl, gegen einen Tresor zu klopfen. Selbst die Panzerknacker würden sich daran wohl die Zähne ausbeißen. Die Front ist übersichtlich gestaltet. Hier sitzt ein gut ablesbares Punktmatrix-Display, das über die Fernbedienung mehrstufig dimmbar ist, um im abgedunkelten Heimkino nicht abgelenkt zu werden. Das darunter befindliche Laufwerk verfügt über eine akustisch gedämmte Lade mit resonanzabsorbierender Spezialbeschichtung sowie einen Mechanismus mit Wabenstruktur-Antriebsabdeckung.

Die Rückseite des Pioneer erinnert fast schon ein bisschen an einen abgespeckten AV-Receiver. Hier sind zwei HDMI-Ausgänge verbaut (einer für Audio und Video, einer nur für Audio), ein digitaler Koaxial- und ein optischer sowie ein analoger unsymmetrischer Audioausgang (Stereo-XLR), eine Ethernetbuchse und ein Nullsignalanschluss. Vorbildlich ist der phasenmarkierte Netzanschluss.
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