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Das Gehäuse wirkt, hebt man den UD7007 an, ungewöhnlich schwer und steif. Das liegt zum einen am relativ dicken Blech, aber auch daran, wie exakt es gearbeitet wurde. Der Boden besteht aus einer mehrschichtigen Lage von Blechen. Dieses Sandwich macht das Fundament nicht nur schwerer, es dämpft auch mechanisch besser als ein einzelnes dickes Blech. Natürlich schauten die Tester auch unter die Haube des UD7007. Eine ganze Batterie von Blechschrauben galt es hierfür zu lösen. Im Innern präsentiert sich der Player, wie von Marantz nicht anders gewohnt, aufgeräumt und nach Funktionsgruppen geordnet. Das Laufwerk sitzt gekapselt unter einer eigenen Blechhaube, und die Elektronik der Front mit ihrem potentiell Störfelder generierenden Matrix-Display trennt ebenfalls ein Montageblech schirmend von der Audio-Sektion.

Über allem thront die Analog-Sektion

Sie beginnt mit der lokalen Netzstabilisierung mit hochkapazitiven Kondensatoren auf der Stromseite und mit der Digital-zu-Analog-Wandlung mittels bewährtem Texas Instruments PCM1795-Chip. Der verarbeitet Signale bis 192 Kilohertz und Quantisierungstiefen bis 32 Bit, aber nicht nur das: DSD-Signale von der SACD kann er direkt und ohne Umwege verarbeiten. Vom Wandlerchip geht es symmetrisch weiter in die diskret aufgebauten HDAM-Schaltungen, ein Marantz-Patent, das funktional Operationsverstärker ersetzt, aber höhere Bandbreiten und bessere Störabstände gewährleistet als die Standardschaltungen. Direkt vor den Buchsen sitzen dann wiederum mit diskreten Transistoren aufgebaute Ausgangstreiber, die für genügend Schub sorgen, selbst bei längeren Anschlusskabeln. Mehr geht nicht.

Marantz' neue Fernbedienung unterscheidet sich nur minimal von den Vorgängern. Die Tastengruppen sind leicht zu erfühlen und logisch angeordnet, viele Direkttasten ersparen ein häufiges Aufsuchen der Menüs, was es einem insbesondere beim reinen Musikhören mit dem UD7007 erspart, den Fernseher einschalten zu müssen. Die am häufigsten  gebrauchten Tasten heben sich weiß vor der dunklen Oberfläche im gebürsteten Alu-Look ab. Die Grundfunktionen für Verstärker wie Eingangswahl, Lautstärke und Mute lassen sich ebenfalls fernsteuern und ersparen daher beim Bedienen des Players den Griff zur zweiten Fernbedienung. Praktisch.

Etwas weniger praktisch sind die Einschränkungen, die Marantz in Sachen Fernbedienung mit anderen Mitteln bislang nicht beseitigen konnte. So lässt sich der Player via Marantz Remote App, die es für Apple- und Android-Geräte kostenlos gibt, nur indirekt steuern. Und dazu benötigt man einen aktuellen Marantz- (oder Denon-) AV-Verstärker. Dieser empfängt dann die Befehle und leitet sie per CEC-Protokoll in der HDMI-Leitung an den Player weiter. Alleine im Netz meldet sich der UD7007 auch nicht als DLNA- oder UPnP-Renderer an, man kann ihm also nicht direkt von einer Netzwerk-Player-App steuern. Will man etwas vom lokalen Netzwerk spielen, muss man dies mit der eigenen Infrarot-Fernbedienung kontrollieren und mit dem dafür angenehm übersichtlichen und flott agierenden Bildschirmmenü des Marantz erledigen. Das aber ist kein Marantz-typisches Problem, praktisch alle auf MediaTek-Chipsätzen basierenden Player handhaben das so.

Die Analogplatine des UD7007 erhält ihr digitales Signal vom Dekoder. Der D/A-Wandlerchip PCM1795 (unten im Bild) verarbeitet neben PCM auch das DSD-Signal der SACD. Das resultierende Analogsignal durchläuft in zwei Signalpaaren eine Verstärkung in diskret aufgebaute HDAM-Module (Mitte), ein Marantz-Patent, das eine größere Signalbandbreite bietet als die üblichen Operationsverstärker. Schließlich übergeben mit diskreten Transistoren aufgebaute Ausgangstreiber das Signal an die Buchsen.
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