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Die Slim-Line-Serie von Marantz besetzt sehr erfolgreich eine naheliegende Nische. Deren nur knapp über zehn Zentimeter hohen Modelle haben zwar das wohnraum-freundliche Format der kleinen, häufig jedoch untermotorisierten Steuergeräte aus Heimkino-Komplettpaketen. Aber sie besitzen die Fähigkeiten klassischer AV-Receiver.

Solche großen Audio-Video-Zentralen geben die umfangreichen Anforderungen vor, welche die Marantz-Ingenieure im deutlich kleineren Gehäuse unterbringen müssen. Und das ist eine komplexe Aufgabe. Denn ein AV-Receiver hat heutzutage drei Basis-Vorgaben zu erfüllen: beste Klangqualität bei Musik und modernen Surround-Formaten, umfassende Video-Verarbeitung auf dem neuesten Stand sowie vielformatiges Audio im Netzwerk – gerne auch kabellos.

Dieses Anforderungsprofil bezüglich Ausstattung erfüllt der NR1607 – soviel vorneweg – auf beeindruckende Art und Weise. Er ist in der Lage, sowohl im herkömmlichen 7.2-Setup als auch in einer 5.1.2-Konfiguration gemäß Dolby Atmos zu spielen. Diese noch junge objektbasierte Technologie stellt durch Hinzunahme einer weiteren akustischen Ebene (= Höhe) bei der Glaubwürdigkeit des Surroundsound-Erlebnisses einen erheblichen Schritt nach vorne dar. Der NR1607 hat die notwendigen Atmos-Decoder an Bord. Für das vergleichbar gelagerte DTS:X-Format ist der Receiver zumindest vorbereitet und lässt sich – bei Verfügbarkeit – mittels Firmware-Update aktualisieren. Nicht native Signale können durch Neural:X-Upmixing aufgearbeitet und so in die Nähe einer echten dreidimensionalen Darbietung gebracht werden. Gewöhnlicher HD-Ton gemäß Dolby TrueHD und verschiedenen DTS-Varianten ist inzwischen ein selbstverständliches Feature.

Ebenso wie der Audio-Bereich zeigt sich auch die umfangreiche Video-Sektion des AV-Receivers auf dem aktuellen Stand. Der NR1607 unterstützt dabei Ultra-High-Definition-Bildmaterial in vielfältiger Form. Er verarbeitet 4K Ultra HD-Video mit 60 Hertz, HDR- und 21:9-Video und erfüllt die neue HDMI-Spezifikation 20a. Durch seine Kompatibilität zum Kopierschutz HDCP 2.2 ist er bereit für zukünftiges 4K-Streaming sowie die neue Ultra-HD-Blu-ray. Der schmale Receiver kann also auch mit der nächsten Generation von Zuspielern zusammenarbeiten – an sage und schreibe acht HDMI-Eingängen! Aber selbst nicht ganz taufrische DVDs, betagte Video-Files oder normale Streams stellt der NR1607 so attraktiv wie möglich dar. Denn seine Video-Verarbeitungskomponente ermöglicht eine Aufwärtskonvertierung von SD- und HD-Video auf 4K Ultra HD und sorgt so für maximale Bildqualität.

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