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  • Seite 6 Testergebnis KEF E305

Das innen vielfach versteifte Gehäuse beherbergt hinter dem abnehmbaren Frontgitter das eigentliche Herz der Satelliten, das Uni-Q-Koaxchassis. Auch hier setzten die Entwickler mit einer ganzen Reihe neuer Ideen an, um das Bestehende zu verbessern. Der brandneu entwickelte 12-Zentimeter-Konus-Treiber verwendet nun auch die aus der großen »Blade« bekannte geriffelte Sicke, die einen größeren linearen Hub zulässt und damit lauter und gleichzeitig verzerrungsärmer zu spielen in der Lage sein soll. Eine Cone-Breakup-Control genannte Dämpfung erlaubt es ferner, die Alu-Membran stärker zu beanspruchen. Ebenfalls neu ist die innere, hintere Sicke, die den bisherigen Luftspalt zum Hochtöner abdichtet und dadurch potentielle Strömungsgeräusche verhindert. Auch der zentrale Hochtöner erbte einige Technologien vom großen Bruder Blade, etwa den Tangerine-Waveguide zur besseren akustischen Ankopplung an den Konus und damit eine homogenere Schallverteilung im Raum. Ein rückwärtiges Luftvolumen sorgt für eine resonanzarme Dämpfung der Kalotte, deren Geometrie ebenfalls überarbeitet wurde. Die Frequenzweiche zeigt nun auch fast schon audiophile Merkmale wie etwa die sanfte Ankopplung des Mitteltöners mit einem Filter 1. Ordnung (6dB/Oktave), außerdem kommen besser klingende und quasi nicht alternde Folienkondensatoren zum Einsatz.

Durchdachte Technik auch für tiefe Frequenzen

Auch im Subwoofer stecken zahlreiche neue Ideen, von der seit Dinosaurier-Zeiten bewährten Formgebung einmal abgesehen. Ungewöhnlich für diese Klasse und Größe: Das Gehäuse ist geschlossen und arbeitet weder mit Bassreflex noch mit Passivmembranen. Ein besonders leistungsfähiges Tiefton-Chassis und die entsprechend kompensierte kräftige Verstärkung erlauben das. Der Vorteil dieses Konzepts liegt in der Kontrolle des Basssignals und der Vermeidung von Strömungsgeräuschen. Dazu muss der 20-Zentimeter-Konus sehr lange Hübe vollziehen können und sehr steif sein. Kein Problem für KEF. Mit fein abgestimmten Linkwitz-Filtern sorgen die Ingenieure für eine phasengenaue Ankopplung des Subwoofers an die Satelliten, vorausgesetzt beides steht gleich weit vom Hörer entfernt. Ansonsten gibt es drei Schalter zur Anpassung des Subwoofers an den Raum, für die Aufstellung mit Phasenumkehr und für automatisches Stand-by. Pfiffig: Die Buchsen für das Eingangssignal und den Strom sind versenkt und diagonal angeordnet, was sie zum einen gut zugänglich macht und zum anderen eine gute Kabelführung ohne Knicke oder Schleifen erlaubt.

Im Hörraum wurden die Satelliten zunächst verkabelt und tendenziell auf den Hörplatz ausgerichtet , dann machten sich die Tester an das optimale Einrichten der Anlage. Das Einpegeln der verschiedenen Kanäle funktioniert dank der identischen Satelliten tatsächlich fast schon mit dem Ohr. Der Subwoofer, das hörte man schon bei den ersten Tests, spielt verdammt tief für seine Größe, was physikalisch auch schnell den maximalen Pegel beschränkt, wenn die Entwickler keine entsprechende »Bremse« einbauen. Etwas ungewöhnlich beim Woofer: Er hat keinen Pegelsteller. Da aber das System gut aufeinander abgestimmt ist, passte der Pegel natürlich stressfrei beim Einmessen in den Regelbereich des AV-Verstärkers. Wie immer in solchen Fällen verlassen sich die Tester nicht auf eine Einmessautomatik und schon gar nicht auf irgendein Equalizing, schließlich sollen die Lautsprecher alleine zeigen, was sie können. Der akustisch trockene und neutrale Raum des Testkinos besitzt ohnehin keine ausgeprägten Schwächen.

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