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JVC baut seine Lightengines, also die eigentlichen Projektionseinheiten, komplett selbst. Alle Modelle beinhalten neben den drei D-ILA-Panels eine Filterung per Wiregrids statt konventioneller Polarisationsfilter, was unter anderem den schlichtweg sensationellen Schwarzwert der JVC-Projektoren ermöglicht. Die 220-Watt-Lampe sorgt für ordentlich Licht auf der Leinwand, und daraus ergibt sich ein gigantischer nativer Kontrast ohne die bei anderen Herstellern gängigen adaptiven Blenden. Die Kühlung per Gebläse ist im Vergleich zu anderen Projektoren relativ leise, das Arbeitsgeräusch ist sehr unauffällig und konstant. In hoher Lampenstufe, etwa für 3D-Projektion, wird es dann deutlich hörbar, bleibt aber unaufdringlich. Die Luft saugen die hinteren Gitter an, die Abluft bläst erwärmt aus den vorderen Ecken. Das ermöglicht auch eine wandnahe Montage.

Das Anschlussfeld umfasst zwei 3D-fähige HDMI-Anschlüsse. Sie geben per Auto-Lip-Sync-Funktion an moderne AV-Verstärker die Latenzzeit bekannt, also die Dauer der aktuellen Bildverarbeitung, die daraufhin den Ton so verzögern, dass er wieder perfekt mit dem Bild synchronisiert, und zwar vollautomatisch. Ansonsten finden analoge Signale im VGA- oder Component-Format Anschluss. Unter den Eingängen befindet sich eine Buchsenleiste zum steuern und regeln. In der Mini-DIN-Buchse findet der Infrarot-Emitter zur Synchronisation der 3D-Shutterbrillen seinen Anschluss. RS-232 dient zur Fernsteuerung des Projektors durch Raumsteuersysteme. Zwei Buchsen liefern 12V-Schaltsignale, um Leinwände, Cache oder Anamorphoten, CinemaScope-Vorsatzobjektive, zu triggern. Das Ganze ruht auf vier Stellfüßen. Ein kompaktes Bedienfeld in der Mitte der Rückseite ermöglicht die Handhabung ohne Fernbedienung. Der Netzwerkanschluss dient genau wie die verdeckte USB-Buchse bislang nur der Wartung, etwa für Firmware-Updates.

Freiheit bei der Aufstellung

Am gegenüberliegenden Ende des Gehäuses lugt das Objektiv zentral aus dem Projektor-Innern. JVC verwendet seit Jahren das gleiche, und das ist gut so, denn die Glasoptik zeichnet knackscharfe Pixelquadrate auf die Leinwand mit kaum sichtbarer Verzeichnung und randscharfer Abbildung ohne Chromate Aberation (Regenbogenkonturen). Zoom und Shift lassen sich überdurchschnittlich weit verstellen und erlauben eine mehr als flexible Platzierung des Projektors – und das sogar beim Einsatz ohne Anamorphot mit CinemaScope-Leinwänden. Neu ist, dass die D-ILA-Projektoren ihr ohnehin schon bequem mit der Fernbedienung in allen Parametern elektrisch verstellbares Objektiv nun auch von ganz alleine in bis zu drei verschiedene Positionen fahren können.

Das konnten jahrelang nur die Beamer von Panasonic, und nun neben JVC auch die neuen Topmodelle von Sony. Damit wird ein bequemer Einsatz von CinemaScope-Leinwänden wie im »richtigen« Kino möglich. In guten Kinos bleibt das Bild nämlich stets gleich hoch, die Vorführer zeigen es abhängig vom Filmformat nur unterschiedlich breit. Da mehr als die Hälfte aller Hollywoodfilme im Breitwandformat aufgenommen sind und HDTV und erst recht Blu-ray mittlerweile auch die gleiche Bildschärfe zeigen wie die großen Kinos, bietet es sich an, auch zu Hause die Filme bei gleicher subjektiver Größe – der Bildhöhe – in größerem oder kleinerem Panorama zu zeigen. Deshalb hängt auch im i-fidelity.net-Testkino eine solche CinemaScope-Leinwand im 21:9-Format.

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