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Der Handgeber des Players wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Da er die Grundfunktionen des Receivers auch kontrollieren kann, reicht eine Fernbedienung zur kompletten Steuerung aus.

Im Testkino fand das dynamische Duo aus AVR-X4000 und DBT-3313UD nebeneinander Platz im Rack. Es folgte der Anschluss an Lautsprecher, Subwoofer, Fernseher und Netzwerk. Die neue Schritt-für-Schritt-Anleitung des Denon-Receivers AVR-X4000 führt nicht nur Laien sicher durch die komplexe Konfiguration, auch die Tester nutzten das Tool gerne, denn damit verhindert man, dass man irgendetwas vergisst oder übersieht. Neu und für den Laien hilfreich sind die anschaulichen Animationen im Hilfeteil des Assistenten, die etwa zeigen, wie man die Lautsprecherkabel richtig handhabt. Auch die Anpassung der akustischen Parameter mittels Audyssey-Einmesscomputer ist Bestandteil des Einrichtungsprocedere. Leider fehlt ein entsprechend geführtes Menü im Blu-ray Player, der aber ist ohnehin vergleichsweise unkompliziert einzustellen.

Schon die ersten Klänge zeigten die enge Verwandtschaft zwischen dem Denon AVR-X4000 und dem Marantz AV8801 AV-Vorverstärker, der normalerweise seinen Dienst im Heimkino verrichtet. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn in beiden Geräten steckt die gleiche Technik in Bezug auf den digitalen Kern und das Videoboard – sie kommen ja schließlich aus dem selben Konzern. Und dafür, dass der Denon weniger als die Hälfte des Marantz kostet und noch sieben potente Endstufen beinhaltet, schlug er sich sehr wacker. Charakterlich wirkte der Denon ein wenig zierlicher und filigraner, er bot von allem ein klein bisschen weniger, was sich leicht und völlig gerechtfertigt durch Preis, mechanischen Aufwand, die D/A-Wandlung und die Ausgangstreiber erklärt. Für seinen Preis ist der Denon AVR-X4000 allerdings schlicht ein Knaller.

Auch der Denon-Player machte seine Sache wirklich gut, so wie man das auch von einem aktuellen High-End-Spieler erwartet. Er navigierte schnell, schluckte klaglos alle Plattenformate, die er zu verarbeiten versprach, und bot ein superknackiges und dabei ruhiges Bild, das selbst von DVD leinwandtauglich scharf wirkte. Wie auch der im Receiver verbaute Netzwerkplayer spielt auch der DBT-3313UD Audio-Dateien in allen Auflösungen bis 192 Kilohertz Abtastrate. Im Gegensatz zum Kollegen im Receiver beherrscht er das aber auch, wenn mehr als zwei Kanäle im Spiel sind, egal ob von Datei oder Scheibe. So ließen die Tester beispielsweise die DVD-Audio »Vespertine« von Björk kreisen und hörten die 5.1-Surround-Fassung von »Heirloom«, mit der sich anschaulich feststellen lässt, ob der Subwoofer gut angekoppelt ist und ob Audyssey die Verzögerungszeiten korrekt justierte. Falls dem so ist und man zudem im Sweetspot sitzt, dann muss die Stimme der isländischen Elfe scheinbar direkt aus dem eigenen Kopf kommen. Und ja, das passte hier alles.

Wer Pink Floyds »Dark Side Of The Moon« bislang nur in Stereo kennt, der hat das legendäre Album noch nie wirklich erlebt. Die SACD enthält auch die Surround-Fassung von »Time«, die auf dem alten Quattro-Mix fußt und bestens geeignet ist, um die 360-Grad-Detailabbildung zu checken. Ja, in diesem alten Uhrmacherladen war es exakt 12 Uhr, unendliche Synthy-Teppiche, pulsierende Trommeln und die unnachahmlichen Gitarren fügten sich wunderbar nahtlos in das Geschehen.

Hightech für besten Klang

Im nächsten Schritt ging es darum, die Zusatzverbindung von Wandler und Player zu prüfen, die schon seit Beginn des Tests mit der »DENON LINK HD LED« auf sich aufmerksam machte. Das Umschalten auf den normalen Betrieb, ohne diese zusätzliche Taktleitung, ist simpel: einfach das Denon Link-HD-Kabel abziehen, schon läuft der Player wieder auf der normalen HDMI-Taktung. Und was passierte? Der Klang stumpfte tatsächlich ein wenig ab. Nicht dass er quantitativ Höhen verlor, nein irgendwie fehlte der Musik ein wenig Glanz und Rhythmusgefühl. Auch ohne die Taktleitung klang das Receiver/Player-Duo hervorragend, aber erst mit eingesteckter Denon Link-HD-Kabel lebte das Gespann so richtig auf. Das Geschehen wirkte organischer und plastischer. Mit der externen Taktung klang der externe BD-Player auch mehr wie der integrierte Netzwerkplayer des Verstärkers, der ja ohnehin auf dem Takt der Wandler liegt und von jeher diesen Vorteil genießt. Tja, der aber kann eben nur zweikanaliges Stereo.

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