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Das Anschlussfeld des Zensor E-12 F ist klar und übersichtlich gestaltet. Seine korrekte Einstellung wird dadurch erleichtert.

Keine Spur davon mit den Dalis. Noch etwas fällt für Lautsprecher dieser Preisklasse schnell auf: Die Instrumente lösen sich mühelos vom Korpus der Lautsprecher und stehen frei im Raum. Das fällt selbst deutlich teureren Boxen oft schwer. Und weiter geht es mit dem Lob, denn spielten links und rechts ausgewachsene Standlautsprecher, bliesen die Hörner im Surround ja aus winzigen Regallautsprecherchen. In Kombination mit dem Bassmanagement des Denon-Amps, dessen Audyssey die Minis bei 80 Hertz trennte und deren Tiefbass auf den Subwoofer umleitete, ließen die Instrumente im Surround weder Körperhaftigkeit vermissen noch verschoben sie sich in Dimension oder tonaler Balance.

Das galt auch für den Center, der sich vergleichsweise nahtlos in die Bühne einpasste und beispielsweise ein wunderbar klares Saxofon imitierte. Die Zensor-Kombination spielte tatsächlich wie aus einem Guss und erfüllte damit die Hoffnungen der Tester. Spielte die Big Phat Band in annähernder Originallautstärke, bewegte sich auch die pizzatellergroße Subwoofermembran deutlich sichtbar im Rhythmus der Bassdrum. Erstaunlich, welchen Pegel die doch recht kompakten Lautsprecher entwickeln und dabei erfreulich spät zu komprimieren beginnen, ohne gleich ätzend zu verzerren. Zensor mit dynamisch anspruchsvoller Musik in Surround: Top.

Und das Kino zuhause

Zeit, einen Film einzulegen. Die Tester beginnen gerne mit der Titelsequenz des Science-Fiction-Films »Serenity«. Sie beginnt mit dezenter Countrymusik und endet mit einer Raumschiff-Notlandung. Man folgt dem Captain beim Gang durch das Schiff, das beim Sturz durch die Atmosphäre metallisch knarzt und abgrundtief rumpelt, und lernt dabei die Crew kennen. Ungeschützte Lautsprecher oder Subwoofer überfordert der bis ins Subsonische reichende Tieftonpegel dieser Sequenz schon bei Zimmerlautstärke. Die Zensor-Modelle ließ die Sequenz hingegen relativ kalt, die Entwickler bauten hier gute Filter ein.

Mit vollem Bassmanagement und entsprechendem Arbeitsaufkommen durfte sich der Subwoofer hier abmühen und kam dabei erst bei erfreulich hohen Lautstärken ins Schwitzen. Die Raumabbildung des Schiffsinneren bildete das Set wunderbar bruchlos und geschlossen ab, so dass man wirklich das Gefühl hatte, mit dem Captain durch die Gänge zu laufen. Auch die Dialoge litten nicht unter dem Inferno des durchgeschüttelten Rumpfes. Der Subwoofer erreichte nicht ganz die Fülle und das Volumen des sensationellen Ikon Sub MK2, spielte aber mehr als adäquat präzise und dynamisch und vor allem ohne Störgeräusche  oder lästig zu komprimieren. Da haben die Dali-Ingenieure ganze Arbeit geleistet.

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