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Der Dali macht einen schönen runden, aber keinesfalls weichen Bass. Tief kann er auch, und sogar laut. Wenn beides zusammen kommt, dann stoßen Bassreflex-Lösungen stets an ihre Grenzen und erzeugen lästige Störgeräusche. Davon kennt der Däne nichts, selbst wenn ihn die Tester bei tiefbass-lastigem Material wie Yellos »Till Tomorrow« einmal isoliert anhörten: Auch mit ausgeschalteten Lautsprechern kam lediglich sauberer Bass aus dem Kubus, ohne Knarzen oder Strömungsgeräusche, selbst wenn sich alle Membranen bereits einen Fingerbreit bewegten. Das spricht für die mechanische Qualität der Chassis, ein optimal versteiftes Gehäuse und perfekt luftdichte Verschraubungen. Kompliment. Erst wenn es die Tester übertrieben und bei Tiefbass-betontem Cinema-Modus die Passiv-Radiatoren an ihre Auslenkungsgrenze brachten, ließen sich die Kompressionseffekte hören. Da aber reden wir von Lautstärken weit jeder Mietwohnungs-Toleranz.

Tieffrequente Freuden

Die Gesamtqualität im Bass ist so hoch, das bekommt man so praktisch mit keinem passiven Mehrwegelautsprecher hin. Man sollte also beim Thema Subwoofer nicht gleich ein Heimkino denken. Kaum eine noch so fette Standbox liefert einen solch tiefen und dabei kontrollierten Bass. Tipp: Kombinieren Sie den SUB P-10 DSS mit einem kleinen Standlautsprecher oder einer guten Kompaktbox zu einem 2.1-Set, so dass sich auch wirklich der Korpus eines Konzertflügels fühlen lässt und nicht nur als substanzlose Hülle abgebildet wird. Die fühlbare Wucht eines Symphonieorchesters wird ebenfalls ideal übertragen. Auch in der Popmusik arbeiten die Produzenten heute gerne mit tiefstfrequenten Signalen, die weit unterhalb der 50-Hertz-Grenze liegen können. Für eine Großzahl gängiger Lautsprecher ist das eine unüberwindbare Hürde. Hier verleiht der Dali Flügel.

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