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Alle Einstellungen am SUB P-10 DSS werden per rückseitigem Bedienfeld oder bequem vom Hörplatz aus mit der Infrarot-Fernbedienung und dem LED-Display eingestellt. Die recht winzige Fernbedienung bietet eine Standby- und eine Mute-Taste. Zur Justage wählt man mit Phase, Frequenz oder Volume den Parameter vor, den man dann mit »+« und »-« verstellt. Die vierte Menütaste wechselt zwischen »HiFi« und »Cinema« und damit zwischen linearer Wiedergabe und Tiefbass betonter Spielweise für den Extra-Spaßfaktor bei der Filmwiedergabe. Letzteres begrenzt bei wuchtigen, LFE-lastigen Film-Tonmischungen aber auch den maximalen Pegel, weshalb sich dieser Modus eher für leisere Filmwiedergabe eignet. Drei Speicher erlauben das spontane Aufrufen zuvor gespeicherter Setups.

Achtbare Möbelqualität

Phänomenal ist einmal mehr Dalis Verarbeitung. Das beginnt mit der wirklich edel wirkenden Hochglanz-Oberfläche, die aus einer Zehn-Schichten-Lackierung besteht statt aus Folie oder Billiglack. Es geht weiter mit den perfekten Passungen aller Bauteile bis zu den Verschraubungen. Dutzende plan versenkter Schrauben halten die Elektronik und Buchsen der massiven Montageplatte auf der Rückseite. Die Chassis werden mit speziell für Dali hergestellten Holz-Inbus-Schrauben befestigt, die ursprünglich für die edle Epicon-Serie entwickelt wurden. Die sind unter anderem so gestaltet, dass sie die stets schwingenden Chassis dauerhaft auch in gleichförmig firmem Griff halten. Tuning-Tipp für andere Tieftöner und Subwoofer: Ziehen Sie einmal mit gutem Werkzeug alle Befestigungsschrauben nach – Sie werden überrascht sein, wie weit sich manche Schraube gelockert hat und wie knackig es festgezogen wieder klingt!

Auch die Chassis des Dali-Subwoofers stammen nicht vom Wühltisch. Das Sandwichgewebe und die voluminöse Sicke sind nur äußere Zeichen innerer Werte. Die zwei Passiv-Radiatoren sitzen an den Seiten des SUB P-10 DSS und sind auf eine Resonanzfrequenz von 31,5 Hertz getrimmt. Sie erweitern vor allem den Frequenzgang zum Keller hin und verstärken den Schall bei 20 Hertz um immerhin noch 6 Dezibel – und das ohne Strömungsgeräusche oder Kompressionseffekte, wie sie preiswertere Bassreflex-Lösungen gerne zeigen. Die Passiv-Radiatoren werden nur durch den rückwärtigen Schall des zum Boden hin zeigenden aktiven Chassis angetrieben. Dieses wickelt seine mit dämpfender Isolierschicht straff und vierlagig gewickelte Schwingspule um einen 63,5-Millimeter-Kern. Eine doppelte Zentrierung sichert einen langen, linearen Hub ohne Taumelbewegungen.

Die Platzierung und Installation im Hörraum stellte dank der kompakten Größe des SUB P-10 DSS keine wirkliche Herausforderung dar, obwohl der kleine Würfel mit gut 20 Kilogramm schon ganz schön etwas wiegt. Die Abstimmung auf den Rest der Anlage erledigten die Tester ebenfalls bequem und zielsicher per Fernbedienung vom Hörplatz aus: Pegel etwas runter, Phase in 90°-Schritten austesten und schon passte es. Bereits die ersten Takte Musik belegten nach den Messtönen: Oh ja, der klingt ganz schön erwachsen, der Kleine. Nun ist es immer ein wenig vermessen, beim Subwoofer von »Klang« zu sprechen, überträgt er doch stets nur Teile der Musik. Schnell aber zeigt sich mit der richtigen Musikauswahl der Charakter des Dali-Würfels.

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