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Mit den Dali Spektor Vokal kann ein harmonisch klingendes 5.0-Set aufgebaut werden.

Systemdebatten sind beliebt. Fußballfans diskutieren leidenschaftlich, ob ihre Mannschaft in der Formation 4-3-3 mehr Erfolg hat als mit einem 4-2-3-1 oder einem 4-1-3-2. Auch im Heimkino wird um die optimale Aufstellung der Lautsprecher gerungen. 2.1, 5.0, 5.1 oder gar 5.1.4? Statt Doppelsechs und falscher Neun geht es hier darum, ob mit oder ohne Subwoofer und Deckenlautsprechern gespielt werden soll. Und dabei gilt eindeutig: Vieles ist Ansichtssache, eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Aufwands, der betrieben werden soll. Aber auch das Budget spielt eine Rolle, das für die Boxen-Konfiguration zur Verfügung steht. Wir wagen uns in unserem aktuellen Test an ein 5.0-Setup, das nicht so weit verbreitet ist. Die Besonderheit: Zum Einsatz kommen fünf identische Lautsprecher. Nämlich fünf Mal der Spektor Vokal von Dali, bei dem es sich um einen klassischen Center handelt. Ein spannendes Experiment, bei dem am Ende natürlich eine zentrale Frage zu beantworten ist: Wie gut klingt das Dali-Ensemble, das zumindest optisch wie aus einem Guss auftritt?

Die gute Nachricht vorweg: Der Spektor Vokal aus dänischer Produktion ist mit 189 Euro extrem preiswert. Ein erster Blick auf Materialien und Verarbeitung lässt da ganz andere preisliche Regionen erwarten. Zu haben ist die Box in den Ausführungen Walnuss und Esche Schwarz. Die betonte Holzmaserung ist ein Hingucker. Mit ihren Abmessungen von 15,2 x 43,5 x 20,4 Zentimetern fällt die als Zweiwege-Bassreflex konstruierte Box so kompakt aus, dass sich selbst ein Quintett des Lautsprechers problemlos im Wohnzimmer verteilen lässt. Auch dann, wenn die räumlichen Dimensionen weit von einem Palast entfernt sind. Das Gewicht von 5,3 Kilo ist angenehm – es spricht dafür, dass im Inneren des Schallwandlers hochwertige Komponenten zum Einsatz kommen. Billigboxen sind nämlich deutlich leichter.

Andererseits kann man die Lautsprecher problemlos hin- und herbewegen, ohne dass man sich Sorgen um die Bandscheibe machen muss. Das querformatige Holzgehäuse ist sauber verarbeitet und vorne abgerundet, ein pfiffiges Detail. Auch die abnehmbare Fliesbespannung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Das silberne Quadrat mit dem schwarzen Dali-Schriftzug ist eines dieser kleinen dezenten Accessoires, das symbolisiert, mit wieviel Liebe der Lautsprecher gestaltet wurde, obwohl er noch nicht mal an der 200-Euro-Marke kratzt. An der Rückseite sitzen vergoldete Schraubklemmen für die Lautsprecherkabel. Clever: Die Anschlüsse sind schrägt eingelassen, wodurch beinahe eine plane Oberfläche entsteht, was die wandnahe Aufstellung erleichtert. Kleine mitgelieferte Gummifüße bescheren dem Spektor Vokal einen sicheren Stand und verhindern, dass sensible Oberflächen wie Holz oder Kunststoff zerkratzt werden. Möglich ist ein Einsatz sowohl im Regal als auch auf einem Standfuß. Dali gibt als optimalen Wandabstand eine Distanz zwischen einem und 50 Zentimetern an.

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