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Mal einen Tick länger, mal ein bisschen kürzer: In der Regel kommen die meisten Soundbars auf eine Länge von etwa einen Meter. Das hat natürlich bauliche und damit verbunden auch physikalische Gründe. Gehäuse in dieser Größe sind noch recht kompakt, bieten gleichzeitig aber so viel Luftvolumen, dass Spielfilm, Musik und Nachrichtensprecher klanglich deutlich besser und eben auch voluminöser wiedergegeben werden als mit den kaum sichtbaren Lautsprechern des Flachbildfernsehers. Größere Soundbars kitzeln aus der Akustik logischerweise noch mehr heraus, aber wer gewöhnlich zu dieser Art von Lautsprecher greift, der legt Wert auf Understatement. Das Wohnzimmer soll als solches erkennbar bleiben und nicht zum Boxenstudio umfunktioniert werden. Möglicherweise bedurfte es ohnehin schon langer Verhandlungen und einer neuen Handtasche, damit die Dame des Hauses wenigstens dem Klangriegel zustimmt. Der soll dann bitteschön aber auch dezent im Hintergrund werkeln und optisch nicht auffallen.

Wie gesagt, mit Ein-Meter-Soundbars hat man einen ordentlichen Kompromiss gefunden. Guter Klang bei gleichzeitig überschaubarem Gehäuse. 55 ist die Zahl, die Soundbar-Interessenten jetzt aufhorchen lässt. Läppische 55 Zentimeter ist die DM 5 von Canton nämlich lang. Dazu 6,4 Zentimeter hoch und gerade mal 9 Zentimeter tief. Viel Luft schließt der schwarze Quader damit nicht ein. »Viel« hilft bekanntermaßen ja auch »viel«. Soll wenig in diesem Fall trotzdem nach viel klingen? Eine spannende Frage! Keine Diskussionen gibt es hingegen um das Aussehen der DM 5. Ihre Glasoberfläche fungiert als schickes Accessoire, der restliche Corpus des schwarzen HDF-Gehäuses ist seidenmatt. Eine intelligente Wahl, da diese Art der Lackierung recht immun gegen Fingerabdrücke ist und nicht so extrem anfällig auf Kratzer reagiert wie hochglänzende Oberflächen. Der silberne Canton-Schriftzug ziert die schwarze Frontblende.

Abgesehen von der fehlenden HDMI-Buchse zeigt sich die DM 5 anschlussseitig sehr großzügig. Hier sitzen ein koaxialer und ein optischer Digitaleingang. Für eine der beiden Varianten sollte man sich entscheiden, um die Soundbar am Fernseher anzudocken. Die analoge Cinchbuchse kann da qualitativ nicht ganz mithalten. So würde man den Sound des Lautsprechers ausbremsen. Was Canton-Kunden lieben: Auch der Klangzwerg wird mit allen erdenklichen Kabeln (optisches, koaxiales und analoges Stereo-Audiokabel) ausgeliefert. So kann die DM 5 nach dem Aufstellen garantiert sofort ausprobiert werden: wahlweise hängend – zwei Löcher zur Wandbefestigung sind bereits im Gehäuse eingelassen – oder liegend. Weil sie nicht sonderlich lang und dazu schön schmal ist, passt die Soundbar locker auf nahezu jeden TV-Tisch vor den Fernseher. Und hier macht sie einen extrem schlanken Fuß. Sprich: Sie fällt überhaupt nicht auf.

Wem das Tieftonfundament des Klangriegels nicht ausreicht, der kann zusätzlich einen Subwoofer installieren. Zum Musik-Streaming von PC, Smartphone oder Tablet unterstützt das 2.1-System Bluetooth 3.0 mit apt-X-Decodierung für die Wiedergabe in CD-Qualität. Gummierte Füße der DM 5 sorgen für einen sicheren und schonenden Stand. Das Thema Installation kann man im Vorbeigehen abhandeln. Eine der drei möglichen Strippen wird in Soundbar und Fernseher gesteckt, fertig! Canton hat noch drei unterschiedliche Setups einprogrammiert, durch die sich der Klang je nach Aufstellort optimiert. Bereits werksseitig ist hinterlegt, dass die Soundbar vor dem Flat-TV liegt. Handhabt man dies genauso, muss nichts geändert werden. »EQ2« ist für eine Wandmontage der DM 5 ausgelegt; »EQ3« hingegen die beste Wahl, wenn das System in einem Rack oder Regal platziert wird.

Abgesehen von der fehlenden HDMI-Buchse zeigt sich die DM 5 anschlussseitig sehr großzügig. Hier sitzen ein koaxialer und ein optischer Digitaleingang. Für eine der beiden Varianten sollte man sich entscheiden, um die Soundbar am Fernseher anzudocken.
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