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Tonal bewegt sich der AVR750 eher auf der hellen Seite, wirkt aber dabei nicht wirklich höhenbetont, sondern schlicht glockenklar. Die Becken des Schlagzeugs etwa klangen wie frisch poliert. Beim Einsatz des Vibrafons zeigte sich die Mühelosigkeit mit der die Anschläge im Mitteltonbereich aus dem Gesamtkontext hervortraten. Keine Spur von Nervigkeit zeigte sich hier, was klares Referenzniveau bedeutet. Die exzellente Qualität der Digital/Analog-Wandlung in Verbindung mit den highendig arbeitenden Verstärkerstufen des Receivers liefert die wie aus einem Guss wirkende Balance aus Grob- und Feindynamik, die man von vielen AV-Produkten vergebens erwartet.

Nun wurde es Zeit, ein paar weitere Kanäle zu aktivieren. Die Tester legten das Konzert »Atemlos Live« von Schiller in den Oppo Blu-ray Player des Testkinos und starteten »Always You« mit der aus Indonesien stammenden französischen Sängerin Anggun im Mehrkanal-Mix in DTS-HD Masteraudio. Die wuchtigen Drums und fetten Synthie-Sounds aus allen Himmelsrichtungen fordern jenseits von Zimmerlautstärke Leistung satt vom Netzteil, und nur wenn dieses ausreichend langen Atem besitzt, wird die Stimme mit ihrem sanften, dunklen Timbre nicht beeinträchtigt. Doch auch dieses Stück schien für den Arcam kaum eine Herausforderung darzustellen, egal wie weit die Tester den Volume-Regler auch aufdrehten. Wie in Stein gemeißelt blieben die Abbildung und das Bassgerüst stehen, Angguns Stimme blieb stets klar umrissen und unbeeindruckt auf der Mitte der Bühne präsent.

Physisches Vergnügen inklusive

Das gleiche Bild zeigte sich beim Versuch, den Arcam mittels Schlachtschiff contra Aliens im Science-Fiction-Kracher »Battleship« aus der Puste zu bringen. Hierbei entledigten sich sämtliche Tieftöner und der Subwoofer allem anhaftenden Staub und man glaubte fast, die Schockwellen der Explosionen durch den Teppich rollen zu sehen. Gleichzeitig ließ sich die Abbildung selbst leiser Details wie etwa des splitternden Schiffsrumpfs, Dialogfetzen und das prasselnde, aufgewühlte Wasser exakt hören. Die scheinbare Mühelosigkeit des Verstärkers verblüffte immer wieder.

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