Q Acoustics Concept 300 vereint Hightech, High End und Design

Zwei Jahre ist es her, dass der Lautsprecher-Spezialist Q Acoustics sein seitdem überaus erfolgreiches Flagg- schiff Concept 500 präsentierte. Nun legen die englischen Akustik-Experten nach: Die Concept 300 nutzt zahlreiche Technologien des Schwestermodells, bietet darüber hinaus aber zusätzliche Innovationen.

27.02.2019
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Angesichts der technischen Besonderheiten Dual GelcoreTM, P2PTM-Gehäuseversteifungen, Isolation Base Bodenplatte und Tensegrity Standfuß sowie der durch führende europäische Lautsprecherentwickler vorgenommenen akustischen Abstimmung wird sich die Q Acoustics Concept 300 ihren Platz im Markt sicher erobern.

So zeigt sich der edle Schallwandler zwar auch in einem individuellen zweifarbigen Look, der die wahlweise in Hochglanz weiß, schwarz oder silber verfügbaren vorderen Gehauseteile mit Echtholz-Applikationen in heller Eiche, Rosen- oder Ebenholz kombiniert. Doch der Blick des Betrachters wird schon im nächsten Augenblick einen halben Meter weiter nach unten wandern, denn der schmucke Zweiwege-Lautsprecher steht auf völlig neuartigen, serienmäßig zum Lieferumfang gehörenden, »Tensegrity« genannten Stativen.

Der auch im Deutschen gebräuchliche Begriff bezeichnet eine selbsttragende Struktur aus unter Druck oder Zug stehenden Elementen. Ein solcher Aufbau bildet die Basis des exklusiv für die Concept 300 entwickelten Standfußes. Tragfähige Stäbe aus massivem Edelstahl bilden ein dreibeiniges Stativ mit einer in sich absolut stabilen Struktur. Mit dem Bewegen eines der Füße lässt es sich präzise ausrichten, dünne Edelstahlseile erhalten schließlich die räumliche Ausrichtung der Beine. Im Gegensatz zu Standfüßen aus massivem MDF oder Stahlrohren besitzt der Tensegrity-Ständer eine extrem kleine Oberfläche, wodurch er gleichsam keinen Schall reflektiert.

Eine weitere, nicht minder exklusive Neuerung findet sich im Innern der Concept 300. Damit möglichst wenig Schwingungsenergie des Lautsprechers in den Fußboden gelangt und zugleich dessen Vibrationen dem Lautsprecher nichts anhaben können, hat Q Acoustics die den Boden des Concept 300 Gehäuses bildende »Isolation Base« entwickelt. Die gesamte Masse des Lautsprechers ruht hier auf vier Federn, die mit einem speziellen, Sylodamp genannten, exakt auf die Masse des Lautsprechers abgestimmten Material gedämpft sind. Es wandelt jegliche in den Federn auftretende Schwingungsenergie in Wärme um. Die Nachgiebigkeit der Federn ist so gewählt, dass sie bei einem Impulsstoß als völlig starres Kopplungssystem fungieren, aber Gehäusevibrationen, die sich sonst auf den Standfuß übertragen würden, wirkungsvoll absorbieren. Die hörbaren Folgen sind laut Hersteller: eine erweiterte und straffere Basswiedergabe sowie eine verbesserte Stereo-Abbildung.

Doch die Engländer betreiben hohen Aufwand, damit die Lautsprechergehäuse selbst möglichst resonanzarm sind. Die Dual Gelcore-Gehäusewände bestehen aus drei Schichten, deren Zwischenräume unter Druck mit einem nicht aushärtenden Gel gefüllt worden sind. Die beiden Gel-Schichten wandeln Gehäuseresonanzen in Wärme um, zerstreuen diese innerhalb des Gels und gewährleisten so eine geräuschfreie Gehäusekonstruktion. Zudem ermittelten die Entwickler mit Hilfe ausgeklügelter Messverfahren genau die Positionen, an denen die Gehäuse versteift werden müssen. Diese von Q Acoustics P2PTM (Punkt zu Punkt) genannten Versteifungen reduzieren Vibrationen und somit auch potenzielle Geräusche überaus effektiv.

Die Chassisbestückung der Concept 300 umfasst eine 28 Millimeter große Gewebe-Hochtonkalotte, die mittels einer Gummidichtung mechanisch vom Gehäuse entkoppelt ist, und einem Mitteltieftöner mit einer 165 Millimeter großen, imprägnierten und beschichteten Papiermembran, die unterhalb von 2.500 Hz die Arbeit übernimmt. Dank des im Vergleich zur Concept 500 deutlich größeren Magneten ist der Mitteltieftöner perfekt auf die besonderen Anforderungen eines einzelnen Chassis in einem vergleichsweise kleinen Gehäuse abgestimmt.


Modell:
Q Acoustics Concept 300
Preis:
3.748 Euro
Link zum Hersteller