

Die Daten des DACs, die an die Digitalfilterung und die D/A-Wandler-Chips weitergegeben werden, sind komplett von S/PDIF-Jitter bereinigt.
Der Naim DAC lässt sich mit einem externen Naim-Netzteil des Typs XPS oder CD555PS klanglich aufrüsten und besitzt acht S/PDIF-Eingänge: zwei BNC-Eingänge (75 Ohm), zwei Cincheingänge und vier TosLink-Eingänge. Zusätzlich steht an der Front- und Rückseite je ein USB-Anschluss (Typ A) zur Verfügung, an dem sich USB-Sticks und iPods/iPhones anschließen lassen.
Der DAC ist der weltweit erste High-End-D/A-Wandler mit einem Apple Authentication Chip – das heißt, dass er die auf einem iPod (ab der fünften Generation) oder iPhone gespeicherten Musikdaten digital auslesen kann. Dazu gehören auch Musikdateien, die per UPnP an ein iPhone/iPod Touch gestreamt werden, sowie tausende von Webradiosendern, die mit einem entsprechenden App über ein solches Gerät empfangen werden können.
Die größte Schwierigkeit bei der Entwicklung des Naim DAC bestand darin, dass S/PDIF (Sony/Philips Digital Interface), das am weitesten verbreitete Protokoll für digitale Schnittstellen, mit Jitter und Rauschen behaftet ist. Um den Jitterproblemen der S/PDIF-Technologie entgegenzuwirken, wird das Haupttaktsignal nicht wie bei anderen Wandlern mittels Phasenregelschleife vom S/PDIF-Signal zurückgewonnen. Stattdessen werden die Audiodaten in einen Ringspeicher eingelesen und von einem der zehn Fixfrequenz-Oszillatoren neu getaktet.
Der Ringspeicher, der Haupttaktgeber und die Wandlerarchitektur lassen sich grundsätzlich mit der CD, dem Haupttaktgeber und der Wandlerstruktur in einem CD-Spieler vergleichen. Der DAC regelt, wie schnell der Ringspeicher gefüllt und geleert wird, indem er immer den Oszillator wählt, dessen Taktrate mit der durchschnittlichen Taktrate der Eingangsdaten übereinstimmt.
S/PDIF kann nicht nur Jitter verursachen, sondern auch hochfrequentes Rauschen. Der Naim DAC unterdrückt dieses Rauschen durch eine elektrische Trennung der digitalen Signalverarbeitung von den D/A-Wandlern und den Analogschaltungen.
Überdies verfügt jede der beiden Sektion über eine eigene Stromversorgung. Für die Digitalfilterung im DAC ist ein leistungsstarker Sharc-DSP-Chip zuständig, der dank Naim-eigener Software als hochpräzises Filter mit 40-Bit-Fließpunktarithmetik fungiert.
Dieses Filter arbeitet mit 16-fachem Oversampling von 44,1-Kilohertz-Daten und einer Sperrbandunterdrückung von 180 dB. Dem Digitalfilter sind zwei D/A-Wandler-Chips von Burr Brown nachgeschaltet – die gleichen Chips, die auch im CD-Spieler CD555 zum Einsatz kommen. Die hochwertige, diskret aufgebaute Ausgangsstufe des DAC soll sich durch extrem geringes Rauschen und höchste Signaltreue auszeichnen.
Natürlich gründet Naims Renommee nicht allein auf Technologie. Es gründet auch auf dem unverkennbaren Naim-Klang, den diese Technologie beschert. Der Naim DAC ist keine Ausnahme.