
Wie bei vielen erfolgreichen Unternehmern stand am Anfang schlicht Unzufriedenheit: Günther Nubert fand auf dem Markt der HiFi-Lautsprecher Anfang der 70er-Jahre für seine Ansprüche einfach nicht das passende. Es muss doch eine Box geben, die unverfälscht, sauber, ohne Klangverfärbungen und Verzerrungen die Musik möglichst originalgetreu wiedergibt? Noch ahnte Günther Nubert freilich nicht, dass diese Suche nach der »ehrlichen« Box sein ganzes Leben prägen wird.
Dass er seinen eigenen Weg gehen würde, das war allerdings nicht nur ihm, sondern auch schon den damaligen Weggefährten des unkonventionellen Tüftlers und Entwicklers klar. Lange bevor in den USA jene später als legendär verklärten »Garagenfirmen« des Computerzeitalters von sich reden machten, werkelte Nubert in der elterlichen Garage schon an Boxen. Die ersten Exemplare fanden schnell freudige Abnehmer im Verwandten- und Bekanntenkreis; einige Freunde waren sogar am Abend, in der Nacht oder am Wochenende bei einem »Boxenstopp« mit dabei und montierten fleißig Gehäuse oder kümmerten sich um die Buchhaltung.
Ein Trupp außergewöhnlicher und origineller Köpfe fand sich damals rund um Günther Nubert zusammen; Walter Deininger, Rainer Koczwara und Eva Staller beispielsweise. »Nubi« war der perfekte Dünger für so manchen anderen unorthodoxen, schnell wachsenden Spross im damals noch reichen Gmünder Kreativ- und Kulturgarten. Auch den HiFi-begeisterten Ingenieur Roland Spiegler spülte es so seinerzeit an die Ufer der Nubert-Welt. Sein Faible zu dieser Branche hat ihn nicht mehr losgelassen; gemeinsam mit Günther Nubert ist er heute in der Geschäftsführung des Unternehmens tätig.
1975 wurde die »Nubert electronic GmbH« ins Leben gerufen; die Garage war schnell zu eng, und so zog das Team in die Goethestraße 59a. Hinten wurde geschraubt und gelötet, vorne beraten und verkauft, erinnern sich die Boxenpioniere heute.
Die Qualität der Lautsprecher war schon damals sprichwörtlich; so mancher Geburtstagsgratulant für Günther Nubert erzählt heute stolz, dass »seine Boxen« von damals noch immer treu und zuverlässig ihren Dienst an der Stereoanlage verrichten.
Es kam die Nubert-Niederlassung in Aalen hinzu, und das expandierende Unternehmen zog in Gmünd schließlich in die größeren Räume der ehemaligen Uhrenfabrik Rapp, ebenfalls in der Goethestraße.
Seit fast 40 Jahren ist Günther Nubert so für die HiFi-Fans unterwegs – immer auf der Suche nach der perfekten Lautsprecherbox, die dank pfiffiger Unternehmensstruktur, ausgetüftelter Produktion und vor allem dank des Nubert-Direktvertriebs auch für jeden erschwinglich ist.