Jedes Jahr im Mai verwandelt sich das MOC München zum Wallfahrtsort für die Anhänger hochwertiger Ton- und Bildkultur. Vier Tage lang können High-End-Komponenten, Lautsprecher, Zubehör und jede Menge Musik- und Filmmaterial in Ohren- beziehungsweise Augenschein genommen werden. Natürlich hat die i-fidelity.net-Mannschaft Eindrücke vor Ort gesammelt, um sie jetzt in dieser Auswahl zu präsentieren.

Beginnen wir gleich mit dem wichtigsten Punkt für den Veranstalter: In diesem Jahr wird die High End 30 Jahre alt. Eine stolze Leistung, vor allem weil im Kontext der Berichterstattung so viel Wert auf das Wort »unterbrechungsfrei« gelegt wird. Schaut man in unsere Nachbarländer, findet man dort natürlich auch Audio-Shows unterschiedlicher Prägung, aber von vergleichbarem Bestand ist bisher keine andere gewesen. Die Qualität liegt in der Kontinuität.

Folgt man dem Gedanken »drei Jahrzehnte ohne Unterbrechung«, stellt sich parallel natürlich die Frage nach dem Inhalt, also nach dem, wie viel Leistung auf dieser Leistungsschau noch gezeigt wird. Die Antwort: Für normale Besucher zu wenig – und das scheinen auch alle zu wissen. Da nützen die Aufrufe in Print- und Webmagazinen vorher und die Kritik hinterher rein gar nichts. Die High End ist eine, wenn nicht sogar die Business-Messe für hochwertige Unterhaltungselektronik. Deshalb wäre es anständig, dieses Faktum den erwartungsfrohen Besuchern auch mitzuteilen, die ausschließlich zum Zwecke des Genusses nach München eilen und dann vielerorts bitter enttäuscht werden.

Es ist sicher allgemeiner Wunsch, dass sowohl Aussteller als auch Besucher die High End mit zufriedenen Gesichtern verlassen. Und das gilt auch und gerade für die zahlenden Endkunden. Wer das Gespräch mit ihnen suchte, stieß allerdings ein breites Meinungsspektrum. So waren die einen von ihren Eindrücken überwältigt: »Uns war gar nicht klar, welch große und teure Lautsprecher es auf dem Markt gibt, sagenhaft«; »Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was inzwischen auch preiswerte High-End-Systeme leisten können.«

Es gab aber auch die andere, die enttäuschte Gruppe: »Ich bin erstaunt, dass der ein oder andere Hersteller offenbar gar nicht weiß, was hochwertige Musikwiedergabe wirklich bedeutet« oder »Ich liebe mein HiFi-Hobby und weiß, dass unser Leben von Tag zu Tag teurer wird, aber was sich auf dieser Messe mancher Aussteller in punkto Verkaufspreise vorstellt, ist absurd. Und noch mehr ärgere ich mich darüber, dass die Herren auch noch glauben, wir, die Kunden, würden das nicht bemerken.« Sehr stark wiegt bei den Enttäuschten auch das Argument, dass Firmen wie Accuphase, Bowers & Wilkins, Mark Levinson, McIntosh, Martin Logan, Pass und weitere gar nicht nach München kommen.

Nimmt man die Bandbreite der Reaktionen des Publikums, kann man sie wohl zu Recht als bunt beschreiben. Bleiben wir mal beim wichtigsten Punkt, der Klangqualität. Es hat den Anschein, dass die Mode auch im High-End-Bereich inzwischen das Maß der Dinge ist. Da auf der CES in Las Vegas schon sehr viele Rechner, iPhones und iPods zu sehen waren, lag die Erwartung nahe, dass auch die High End in München wesentlich von dieser Technik geprägt sein würde. Die gute Nachricht lautet, dass es einige Hersteller und Vertriebe gibt, die mit Netzwerk- und Streamingtechnik auch klanglich umgehen können, aber eben bei weitem nicht alle.

Die eigentlich schlechte Nachricht ist allerdings, dass mancher die »Streaming-Festplatten-Tütensuppe« als frisch zubereitet verkaufen wollte. Das geht nicht! So kommen wir nicht weiter, sondern zum Ende der Thematik hochwertige Musikwiedergabe. Natürlich ist es schön, seine Musiksammlung komfortabel zu verwalten. Es ist auch absolut glaubhaft, dass Nutzer dieser Bibliothekstechnik Stein und Bein schwören, nie zuvor so viel Musik gehört zu haben – auch das ist selbstverständlich klasse. Aber wenn dann in einer Vorführung ein zu Tränen rührendes Stück von der Festplatte gespielt wird und das Publikum verzückt lächelnd vor dem System sitzt, dann sollte auch dem Letzten klar sein, dass hier etwas nicht stimmt. Die musikalische Nachricht kommt nicht an – und das hat nicht unbedingt etwas mit dem Terminus »Klangqualität« zu tun.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Bei i-fidelity.net hat niemand etwas gegen Musik von der Festplatte. Für uns ist das Musik-transportierende Medium wirklich nur zweitrangig. Primär muss die Botschaft der Musik vermittelt werden, also das, was Sprache nicht mehr auszudrücken vermag. Gute HiFi-Anlagen übermitteln Emotionen, und darauf kommt es an. Wer sich dieses Wissen zu eigen macht, sichert sich den Zuspruch musikbegeisterter Kunden auf Jahre.

Auf den folgenden Seiten finden Sie zahlreiche Bilder, die i-fidelity.net mit Bedacht ausgewählt hat. Sie sollen Ihnen einen Eindruck von der High End 2011 geben. Wenn Sie uns Ihren Kommentar zur Messe zukommen lassen möchten, können Sie das an lesermeinung(at)i-fidelity.net tun. Eine Auswahl Ihrer Ansichten werden wir dann im Anschluss an den Bericht veröffentlichen.

KEF – GP Acoustics

Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start der High End 2011 gab es bei KEF zwei verhüllte Lautsprecher zu sehen …
… pünktlich zum Start wurde die neue Blade enthüllt. Sie basiert auf dem vor zwei Jahren vorgestellten Concept Blade …
… ist aber in vielen technischen und optischen Punkten noch einmal für die Serienreife optimiert worden.

Dynaudio

Dynaudio wechselt Lautsprecherserien sehr selten, daher fand die gelungene Inszenierung bei der Präsentation der neuen Focus-Serie …
… auch ihr Publikum: Roland Hoffmann enthüllte nach und nach jedes der fünf neuen Modelle.
Neben einigen offensichtlichen Aspekten verfügt die Focus-Linie über zahlreiche Änderungen im Detail.
Die neuen Focus-Schallwandler sind neben den Holzausführungen auch in Hochglanz Weiß und Schwarz erhältlich – ohne Aufpreis.

Burmester Audiosysteme

Burmester brillierte zum wiederholten Male mit einer exzellenten Vorführung. In der Anlage der Berliner High-End-Schmiede …
… spielte nämlich ein exzellent klingender, brandneuer Musik-Server. Leicht zu bedienen und zuverlässig im Betrieb, so wie man es von Burmester erwartet.
Ein neues Kapitel in punkto Lautsprecherbau schlagen die neuen B10 auf, die über ein faszinierendes Raumabbildungsvermögen verfügen.
Kurz vor der Serienreife steht dieser Bluetooth-Empfänger, der ebenfalls die Hightech-Ambitionen von Burmester unterstreicht.

T+A Elektroakustik

Perfekte Vorführung: Bei T+A wurden die neuen Referenz-Lautsprecher Solitaire CWT 1000 eindrucksvoll vorgestellt.
Des Weiteren gab es eine neue Fernbedienung zu sehen, die Cover- und Titelinformation in einem Display anzeigt.
Mit dem Blu-ray-Receiver K8 zauberte T+A eine richtig gute Heimkino-Anlage aufs Parkett.
Die E-Serie bekommt Zuwachs mit einem modernen, innovativen Receiver. Der MUSIC RECEIVER wird rund 2.700 Euro kosten.

Lehmannaudio

Norbert Lehmann präsentierte Hardware Skins unter anderem für den Kopfhörerverstärker Linear. Dass die Produkte mittlerweile auch von vielen anderen Herstellern als Arbeitsgeräte geschätzt werden, davon …
… konnte man sich bei Cargo Records und Sennheiser überzeugen.

Audio Reference

Bei der Präsentation hochwertiger Unterhaltungselektronik setzt der Hamburger Vertrieb Audio Reference Maßstäbe.
Gezeigt wurden unter anderem die neue Phonovorstufe Audio Research PH8 …
… und die neue Audio Research-Endstufe REF150.
Paolo Tezzo, Leiter des Sonus-Faber-Entwicklerteams, erklärte während einer Pressekonferenz die Neuerungen am Lautsprecher-Juwel …
… Sonus Faber Guarneri evolution – einem Schallwandler, der in Sachen Optik, Haptik und Akustik Maßstäbe setzen wird.
Der für hervorragende Tonabnehmer bekannte Art van den Hul baut seine Elektronikserie Stück für Stück aus.
Von Krell gab es erstmals die Vorstufe Phantom II zu sehen, die hier unter dem neuen Referenz-SACD/CD-Spieler Cipher steht.

Sintron-Audio, Focal, Vincent, Thorens, T.A.C.

Bei Sintron-Audio präsentierte Werner Kempf eine hervorragend aufspielende Electra 1038 BE, die von Vincent-Elektronik angesteuert wurde. Neben dem röhrenbestückten T.A.C.-CD-Spieler lieferte vor allem das große Thorens-Laufwerk exzellente Klangqualität.
Focal kommt mit einem in drei Ausführungen lieferbaren System namens Bird. Je nach Anspruch und Platz kann man dabei zwischen unterschiedlichen Lautsprechergrößen entscheiden.
Laut Sintron-Audio-Vertriebsmann Werner Kempf können sich an Computer-Lautsprecher gewöhnte Ohren auf etwas gefasst machen, zumal der Preis von 799 Euro wirklich moderat ist.
Auch Vincent kümmert sich um Neueinsteiger: Mit der preiswerten 400er-Linie wird ein Höchstmaß an Klangqualität pro Euro geboten. Eine lobenswerte Initiative.
Gegen Ende des Jahres wird dieses neue Thorens-Laufwerk namens TD 2015 auf den Markt kommen. Andere Farbausführungen erhalten die Bezeichnung TD 2035.
Thorens-Boss Heinz Rohrer ließ es sich nicht nehmen, i-fidelity.net das neue Laufwerk im Detail zu erklären.

Expolinear – Plinius

Der Pinius Toko Digitalaudio Player mit Streamerfunktion und integriertem DAC, USB 2.0 High Speed Zugang und CD-Laufwerk kann bis zu 24 bit Auflösung bei einer Samplingrate von bis bis 96 kHz. Kosten wird das edle Teil rund 4.900 Euro.
Schönes Gespann: Plinius Hautonga und CD Player CD 101 in der neuesten Version. Der Hautonga ist ein Vollverstärker, der mit einem hervorragenden Phonoteil bestückt ist. Natürlich ist fernbedienbar in allen Funktionen, bietet 200 Watt Leistung an 8 Ohm Ausgangsleistung. Für 4.500 Euro ist er zu haben. Der CD 101 ist ein hochwertiger fernbedienbarer CD-Player mit synchron Up-Sampling Multi Bit Technologie, RCA und XLR Ausgänge, RCA SPDIF-Ausgang und fernbedienbar in allen Funktionen. Sein Preis wird bei 4.200 Euro liegen. Alle Geräte verfügen über ein massives Aluminium naturgebürstetes Spezialgehäuse und sind in Aluminium natur oder schwarz eloxiert lieferbar.

Zum Stress vertreiben ...

E-Mail, SMS und Chat zum Trotz ist doch der persönliche Kontakt das höchste Gut. Die, die das erkannt haben, saßen denn auch teils stundenlang vor dem MOC.

MBL

Kleinigkeiten wie dieser MBL-Truck geben Aufschluss darüber, wie viel Mühe, Zeit und Geld die Hersteller in die High End investieren.
Bei MBL war es wieder eine rundum gelungene Mischung aus bester Klangqualität …
… und kulturellem Anspruch. Cellist Werner Matzke erläuterte fachkundig Hintergründe zu den demonstrierten Stücken. Das Publikum war für diese Aktivität sehr empfänglich und voll des Lobes für MBL.

Dali

Ein Messe-Highlight: Dali lüftete das Geheimnis um die neue Fazon F5, die - mit HMS-Kabeln bespielt – sicht- und hörbar beeindruckte. Die Aussage, High-Ender bräuchten es nicht schön, scheint nicht mehr zu gelten – ein toller Lautsprecher.
Mit der gigantischen Studie Me9 schockte Dali den ein oder anderen Mitbewerber, erfreute aber die Besucher. Die Arbeiten an den neuen Referenzlautsprechern schreiten kontinuierlich voran.
Auf großes Interesse stoßen auch die neuen Lautsprecher der Zensor-Reihe, die bei minimalen Kosten überdurchschnittliche Klangqualität liefert.

Audionet

Endlich wieder dabei: Audionet demonstrierte Klangqualität auf allerhöchstem Niveau. Unabhängig vom Programmmaterial und der gewählten Quelle blieb dieser Eindruck bestehen. Obwohl am weitesten vom Eingang entfernt, war der große Ausstellungsraum stets gut gefüllt.
Das lag auch am neuen Vollverstärker Audionet DNA, der seine Welt-Uraufführung in München hatte und dabei eine glänzende Figur machte.

Oehlbach

Oehlbach wartete mit einer Reihe neuer und bezahlbarer Verbindungen auf. Unter anderem gibt es jetzt ein SAt-/Antennkabel …
… sowie ein neues, spezielles Subwooferkabel, das Signale auch über längere Strecken verlustfrei übertragen kann.
Marketing-Leiter Oliver Winklmeier nahm sich Zeit, um den i-fidelity.net-Redakteuren Aufbau und Hintergründe zu den neuen Kabeln zu erklären.

Finite Elemente

Finite Elemente hat sich nicht nur einen Namen gemacht als Anbieter für wirklich exzellentes Zubehör und perfekt »klingende« Möbel, sondern inzwischen auch als Hersteller richtig gut klingender Lautsprecher. Auch hier war Audionet-Elektronik zur kompetenten Unterstützung im Einsatz, ferner der dps-Plattenspieler von Bauer Audio.

HMS Elektronik

Die neue HMS Silenzio Base entkoppelt Komponenten mechanisch und elektrisch voneinander. Mit einem derart innovativen Nicht-Kabel-Produkt hatte wohl kaum jemand auf der Messe gerechnet.
Die Silenzio Base wird über ein Kabel am Verstärker geerdet. Je nach Anlage und Verkabelungstyp werden Unterschiede von marginal bis gewaltig möglich sein. Es gilt also das Prinzip: ausprobieren.
Christian Fröhlich, seines Zeichens Diplom-Ingenieur und verantwortlich für den HMS-Vertrieb in Österreich, war so begeistert von der Silenzio Base, deren Preis bei 585 Euro liegen wird, dass er deren Präsentation höchstpersönlich übernahm. Kompliment, gut gemacht – und gut von Firmen-Boss Hans Strassner gelernt.

Padis – PMC

Im Hause Padis ist Sven Schlicher ab sofort für die Distribution der aus dem Studiobereich bekannten Lautsprecher von PMC zuständig.

Canton

Canton hat sich wie in den vergangenen Jahren sehr viel Mühe bei Präsentation und Vorführung gegeben. Dass die Stühle auf diesem Bild leer sind, hat damit zu tun, dass wir ansonsten wegen des gewaltigen Publikumzuspruchs gar nicht in den Raum konnten – und deshalb außerhalb der Publikumszeiten zum Fotografieren kamen.
Mit Hilfe von vier Audionet-Monoblöcken AMP wuchs die Reference 2.2 CD zu einem in allen Belangen überragenden Schallwandler heran.
Wenn die Canton-Vorführung mal nicht so gut besucht war, konnte man auf den hinteren Plätzen noch stehen.

Phonosophie oder: Er nun wieder ...

Norbert Maurer und Ingo Hansen demonstrierten Aktivator-Zubehör in zahlreichen Workshops. Ohne Frage, Ingo Hansen versteht etwas von Klangqualität. Unter anderem war der neue Phonosophie DAC im Einsatz – klasse.
Die Bandbreite des Aktivator-Zubehörs wächst kontinuierlich weiter. Es lohnt sich, mit den verschiedenen Produkten eigene Erfahrungen zu machen.

Dr. Feickert Analogue

Analog trifft Digital: Dr. Feickert Analogue bietet eine iPod/Android-basierte Analyse und Feinjustage von Plattenspielern namens Adjust+ an, die aus einer App und Mess-Platte mit Testton besteht.

Adam Audio

Von Adam Audio gibt es jetzt zu den zahleichen Aktivlautsprechern einen passend Vorverstärker, den …
... Chefentwickler Klaus Heinz uns en Detail erklärte.

Marantz

Marantz zeigte unter anderem den neuen AV-Receiver SR5006, der auch über AirPlay ansteuerbar sein wird.
Die Vorführung mit den Boston Acoustics-Lautsprechern der A-Serie war ein Highlight, denn in Relation zum Anschaffungspreis spielte diese Anlage bereits sehr sehr ordentlich auf.
Die Akzeptanz von Streamern im normalen HiFi-Gewand ist sehr hoch. Sie müssen eben nicht nur technischer, sondern auch optischer Bestandteil der Anlagen werden.
Dass bei Marantz überall Musik in der Luft lag, war unterschiedlichen Netzwerken geschuldet, wie Heiko Panzer von Marantz verriet.

Boston Acoustics

Was passiert, wenn der renommierte Lautsprecher-Entwickler Karl-Heinz Fink und der Marantz-Markenbotschafter Ken Ishiwata an einem Lautsprecher gemeinsam arbeiten? Es kommt die Boston Acoustics Axperience heraus, 20.000 Euro teuer und nur auf Bestellung lieferbar. Clou ist die schwimmend gelagerte Mittelhochtoneiheit. Dem kurzen Höreindruck folgend, ist dieser Lautsprecher ein akustisches Präzisionsinstrument.
Vor allem ist das Klangbild unabhängig vom Pegel absolut stabil, was der Griff von Heiko Panzer an den entsprechenden Reglern bewies. In Verbindung mit der Marantz-Elektronik eine Klasse-Performance.

Denon

Ein sensationelles Gerät wird der neue Denon DNP-720AE. Eingentlich schaut er wie ein harmloser UKW-Tuner aus, aber in Wahrheit kann er viel mehr als Radio. USB- und Netzwerkanschluss verraten seine Mission. Dass der Preispunkt des in der zweiten Jahreshälfte kommenden Geräts am unteren Rand angesiedelt sein wird, sorgt sicher für einen gewaltigen Erfolg.
Denon hatte in diesem Jahr eine clevere Unterteilung des Messestands in die Bereiche hochwertige Musikwiedergabe, Heimkino und Musik am Arbeitsplatz vorgenommen. Die Besucher nahmen dieses Angebot dankend an.

Electrocompaniet

Electrocompaniet stellte abseits des Messetrubels den neuen Blu-ray-Player EMP-2 vor, der rund 2.500 Euro kosten wird.
Basierend auf einem Oppo-OEM-Player haben die Norweger bei der Spannungsversorgung ebenso wie bei der jetzt vorhandenen symmetrischen Ausgangsplatine eingegriffen.

Soulution Audio

State Of The Art: Bei Soulution Audio spielt die Elektronik in Verbindung mit den amerikanischen Magico-Lautsprechern Q3 einfach nur sensationell, allerdings auch zu entsprechenden Euro-Kursen.
Star war der neue Vollverstärker 530, der erstmals gezeigt wurde. Es ist der Vollverstärker mit der sicher bisher höchsten Bauhöhe – und das Gehäuse im Inneren ist nicht leer! Darüber der neue CD/SACD-Player der 5er-Baureihe, der Soulution 540.
Soulution-Chef Cyrill Hammer zauberte aber noch eine Neuheit aus dem Ärmel: In Kürze kommt der Soulution USB/SPDIF-Konverter auf den Markt. Kostenpunkt: um die 2.500 Euro.

Naim Audio

Naim gehört zu den Firmen, bei denen man sich auf Klangqualität verlassen kann. Mit der Ovator S-400 demonstrierte das englische Unternehmen souverän den Anspruch, zu den Besten zu gehören.

Chord

Klassische High-End-Elektronik von Chord bot ein sehr beachtliches Klangbild in Verbindung mit den Dynaudio-Schallwandlern. Nach wie vor überzeugt die Antrittsschnelligkeit der englischen Elektronik, die inzwischen ein zweites Standbein …
… mit den vielen Chordette-Komponenten hat. In diesem Zusammenhang von audiophilem Spielzeug zu sprechen, wäre allerdings fatal, denn es dreht sich um ernstzunehmende, hochmusikalische Geräte.

Input Audio – Magnum Dynalab – Harbeth – Creek

Bei Input Audio gab es den neuen Vollverstärker von Magnum Dynalab zu sehen und zu hören. Die Kombination aus Röhren im Vorstufen- und Transistoren im Endverstärkerbereich ist selten so gut gelungen. Dieser Verstärker macht Musik.
Von Harbeth präsentierte Bernd Hömke unter anderem einen Monitor, dessen präzise Abbildungseigenschaften Maßstäbe setzen sollen.
Das Windsor-Laufwerk von Creek lieferte erheblich bessere Tonqualität als manche hochmoderne Festplattenquelle, deren »Entwicklungspotential für Audiophile wohl noch nicht ganz ausgeschöpft ist«, wie uns mehrere Besucher mitteilten.

Nubert

Traditionell liefert Nubert sehr anständige Lautsprecher zu einem vernünftigen Preis. Diese Vorgabe lösen auch die neuen Aktivmonitore ein, die vielseitig einsetzbar sind und vor allem deutlich besser als typische »Desktop-Lösungen« spielen.

Blüten des Stils ...

... ohne Worte Teil 1 ...
... und ohne Worte Teil 2.

Elac und Primare

Elac präsentierte das neue Subwoofer-Satelliten-Set 301.2 Anniversary, das deutlich »größer« spielt, als es die Baugröße der Lautsprecher vermuten lässt. Klasse, Elac gibt in punkto Klangqualität wieder richtig Gas.
Clou des Satelliten ist der vor dem Mitteltöner sitzende Hochtöner, der dafür sorgt, dass sich dieses System der idealen Punktschallquelle erheblich annähert.
Primare befindet sich in Deutschland im Vertrieb von Elac. Gezeigt wurden unter anderem der neue Player CD32 und der Vollverstärker I32.
Als Überraschung stand der ab September lieferbare Primare-Blu-ray Player noch bereit, der etwa 3.500 Euro kosten wird. Erfreut zeigten sich Elac-Marketingdirektor Oliver John (links im Bild) und Siemen Algra von Primare.

NAD

NAD-typisch wird es in Kürze einen digitalen Alleskönner namens C 446BEE geben, der neben digitalem und analogem Radio auch alle Streamingfunktionen übernehmen kann.
Wer sich von seinen Schallplatten mit Stil verabschieden möchte oder einfach nur ein Archiv anlegen will, kann sich auf den PP 3i freuen, der in gewohnter Qualität aus dem analogen Plattenspielersignal ein digitales USB-Signal macht.
Für Audiophile, die keine Berührungsängste mit dem Bild haben, wird der C 390DD zu einem Geheimtipp. Der Verstärker verfügt über HDMI-Eingänge, so dass der Ton von Blu-rays extrahiert und das Bild einfach durchgeleitet wird. Das ist die Variante, die zu einem Zweikanal-Heimkino auf sehr hohem Niveau führt.

Revox

Wohnzimmertauglichkeit vom aller Feinsten präsentierte Revox mit einem kompletten System.

Devialet

Die Verstärker von Devialet gelten noch als Geheimtipp, ihre Klangqualität dürfte das innerhalb kürzester Zeit ändern.

Atr – ProJect – Ortofon

Zum 20-jährigen Jubiläum gönnt sich ProJect-Chef Heinz Lichtenegger ein Spitzenlaufwerk, das …
wirklich zu Ende gedacht und perfekt verarbeitet ist. Ein mechnischer Traum.
Von Ortofon gab es das MC 30 Supreme zu sehen, sowie …
… den exklusiven High-End-MC-Abtaster namens Anna.

AVM

AVM präsentierte ein paar platzsparende, integrierte Komponenten in wirklich sehr schöner Optik.
Es gab aber natürlich auch »High End für Erwachsene« zu bestaunen.
Zuversichtlich und vorsichtig optimistisch schätzt Geschäftsführer Udo Besser die Lage für sein Unternehmen ein.

Amphion

Auch bei Amphion spielte die Musik auf hohem Niveau, und zwar sowohl mit den kompakten Monitoren Argon3 …
… als auch mit den großen Standlautsprechern Helium 520.

Was war eigentlich mit dem Messe-Slogan »Das Beste Bild«?

Mitsubishi

Okay, es gab einen Projektor von Mitsubishi zum Anfassen…
… und einen von Dream Vision zum Angucken.

Trinnov Audio

US-Heimkino- und Multiroom-Spezialist ADA bietet als erster Hersteller einen highendigen Surround-Prozessor mit der herausragenden Raumkorrektur von Trinnov aus Frankreich an.

Genesis Technologies

Bei Genesis Technologies wurde Beeindruckendes vorgeführt. Die magnetostatischen Hybrid-Lautsprecher von Wisdom Audio überzeugten auch bei hohen Pegeln. Hinter Wisdom Audio verbirgt sich unter anderen Mark Glazier, dem früheren Chef von Madrigal, dem ehemaligen Mark Levinson-Hersteller von.
Thomas Gessler, Geschäftsführer Audionet

 

»Für Audionet war die High End 2011 sehr erfolgreich. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die Messe zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr, etwa im Herbst, ein noch größerer Gewinn für die Branche wäre.«

 

 

 

 

 

Mansour Mamaghani, Geschäftsführer Audio Reference

 

»Die Messe in München wird immer wichtiger für die High-End-Szene. Es gibt Produktneuheiten zu sehen, und natürlich ist sie auch internationaler Treffpunkt. Leider zeigen uns die Zahlen, dass immer weniger Händler sich die Mühe machen, die Messe zu besuchen. Vielleicht muss sich sowohl die Industrie als auch die Messeleitung etwas einfallen lassen, um diese Show noch oder ganz besonders für unsere Händler in Deutschland interessant zu machen, damit diese sowie auch das deutsche Publikum gerne nach München kommen.«

 

 

 

Hans M. Strassner, Geschäftsführer HMS Elektronik

 

»Die High End in München ist eindeutig in der Erfolgsspur, gekennzeichnet durch ein beachtliches Interesse in- und ausländischer Besucher. Besonders hervorzuheben ist die positive und offene Stimmung der Interessenten und Aussteller. Sicherlich Kennzeichen der bewältigten Krise, aber auch der hervorragenden Organisation.«

 

 

 

 

Oliver Winklmeier, Marketing-Leiter Oehlbach Kabel

»Die High End in München ist die entscheidende Leitmesse für hochwertigste HiFi-, Home-Cinema- und Multimedia-Produkte in Deutschland und zieht in den letzten Jahren immer mehr internationales Publikum an. Die Einführung sehr hochwertiger Produkte ist in diesem hochkarätigen Umfeld natürlich besonders sinnvoll, da das Publikum zum einen aus ambitionierten Enthusiasten und zum anderen aus qualifizierten Fachbesuchern besteht. Themen wie High End via Computer oder Home Cinema sowie Portable High End gehören zu den Bereichen mit dem größten Mehrwert der diesjährigen Messe. Je attraktiver die Produkte und je breiter das Produktspektrum, desto besser ist das für alle Beteiligten und natürlich auch für die Messe selber.«

 

 

Norbert Lehmann, Geschäftsführer Lehmannaudio

 

»Die High End ist bereits seit über einem Jahrzehnt die perfekte Präsentationsplattform für Lehmannaudio. Erfreulich an der High End 2011 waren neben der perfekten Organisation vor allem der gesteigerte Zuspruch junger Interessenten und das weiter verbesserte Networking mit anderen Ausstellern. Überraschend hoch war der  Zuspruch an Endverbrauchern am Freitag, obwohl der Tag diesmal kein Brückentag war.«

 

 


Roland Hoffmann, Dynaudio

 

»Eine tolle Messe – selten zuvor waren die Besucher so offen gegenüber Neuem. Wir haben unsere neue Dynaudio Focus mit HD-Audio Musik von der Festplatte vorgeführt, fernbedient mit einem iPad. Da gab es wenig Berührungsängste, sondern großes Interesse und vor allem: Freude! Nach 30 Jahren High End ist das eine sehr schöne Entwicklung.«

 

 

 

 

Bernd Hömke, Geschäftsführer Input Audio

 

»Die High End 2011 zeigte sich aus meiner Sicht mehr denn je als internationale Messe für die gehobene Audio-Unterhaltungsindustrie. Das haben die vielen internationalen Fachbesucher deutlich gezeigt, die sich ober der Größe dieser Veranstaltung sehr beeindruckt zeigten. Aus Deutschland habe ich dagegen weniger Fach-Besucher registriert als früher. Hier macht sich sicher der dezentrale Standort für den nationalen Markt negativ bemerkbar. Viele Händler, die nördlich des Mains sitzen, sagten mit schon vorher, dass sie nicht werden kommen können.«

 

 

Cyrill Hammer, Geschäftsführer Soulution Audio


»Auch bei der High End 2011 durfte Soulution Audio bereits am Händlertag sehr großes Interesse für die Produkte verzeichnen, was sich übrigens an den Publikumstagen ungebrochen fortsetzte. Insbesondere unsere internationalen Kontakte konnten gepflegt und weiter ausgebaut werden.«

 

 

 

 

 

Hans-Peter Ludwig, Boston Acoustics

 

»Die High End 2011 war für mich geprägt von einem deutlich jüngeren und stark  interessierten Publikum. Mit dem Lautsprecher Axperience, der größtenteils von Ken Ishiwata vorgeführt wurde, haben wir gute Publikumsresonanz erreicht. Alles in allem bin ich sehr zufrieden.«

 

 

 

 

 

Thomas Brieger, Dynaudio

 

»Ich mache es kurz und bündig: Die High End in München ist professionell aber herzlich. Diese Messe ist das beste Spiegelbild unserer Szene – weltweit.«

 

 

 

 

 

 

Heinz Rohrer, Geschäftsführer Thorens

 

»Die High End ist immer wieder mit Überraschungen verbunden, so bin ich in diesem Jahr erstaunt darüber, wie viele ausländische Distributoren unseren Ausstellungsraum aufgesucht haben. Allerdings haben wir es nicht beim bloßen »Ausstellen« belassen, denn mit gutem Zeitaufwand haben wir eine aktive Vorführung gemacht, die von vielen Besuchern sehr erfreut zur Kenntnis genommen wurde.«

 

 

 

Britta ter Wint, T + A Elektroakustik

 

»Für T+A ist die High End die wichtigste Messe im Jahr. Besonders 2011 konnten wir dem überaus interessierten Fachpublikum aus aller Welt eine Reihe von Neuentwicklungen präsentieren. Besonderer Anziehungspunkt waren die neuen Solitaire CWT-Lautsprecher, die wir vor immer vollen Stuhlreihen den Besuchern auch klanglich präsentieren durften.«

 

 

 

 

Heiko Panzer, Marantz

 

»Nach 30 Jahren hat sich die Messe als nationale und internationale Drehscheibe mit einem Ausblick auf die Neuheiten der kommenden Saison gut entwickelt. Wir haben den Messeauftritt genutzt, um unsere Kompetenz in Sachen klassischem HiFi in Verbindung mit modernster Netzwerk-Audio-Technik zu demonstrieren. Gerne nutzten wir die Räumlichkeiten, um neue Ideen nicht nur zu zeigen, sondern auch Musik zu spielen, hier stand besonders die enge Zusammenarbeit mit Boston Acoustics und hier speziell die neue a-Serie im Zentrum des Geschehens.«

 

 

Frank Hagemann, Dali Market Manager

 

»Unsere Weltpremiere, der neue Design-Lautsprecher Fazon F5, hat nicht nur großes Lob von Endkunden, Fachhandel und Journalisten erfahren, sondern auch vielen Mitbewerbern Respekt abgerungen. Wir freuen uns ebenso über so viel Zuspruch zu der neuen Dali-Einstiegsserie Zensor: erwachsene HiFi-Lautsprecher zu einem günstigen Preis, vereint mit ansprechender Optik.«

 

 

 

Roland Spiegler, Nubert

 

»Für Nubert war die High End 2011 ein voller Erfolg. Die Entscheidung, einen Vorführraum für unsere Lautsprecher-Topserie und einen extra Präsentationsraum zu belegen, erwies sich bei dem großen Interesse an unseren Produkten als absolut richtig.«

 

 

 

 

Matthias Roth, Electrocompaniet

 

»Immer wieder ein toller »Branchentreff« – vor allem mit unseren Fachhändlern und internationalen Distributoren –, auch wenn uns die Hotelmessen besser gefallen haben. Schön, wenn dann wie in diesem Jahr das Wetter mitspielt und man das Geschäftliche im Biergarten erledigen kann.«

 

 

 

 

Sven Schlicher, Padis

 

»Die High End ist für uns eine sehr wichtige Messe, um Endkunden, Vertreter der Fachpresse, Händler und Distributoren zu erreichen. Wir sind sehr zufrieden mit den Rückmeldungen, die wir vor Ort und wieder zu Hause bekommen haben.«

 

 

 

 

TEST

Messe - Veranstaltungen:
High End 2011
Autor:
Olaf Sturm
Datum:
03.06.2011
Hersteller:
High End Society